Rezension | Schattendiebin: Die verborgene Gabe - Catherine Egan

by - 6/22/2017


Schattendiebin: Die verborgene Gabe | von Catherine Egan | Verlag: Ravensburger | erschienen am 27.01.2017 | Übersetzer: Katharina Diestelmeier | Hardcover | 414 Seiten | 17.00€ (D) Kaufen?  | Meine Wertung: ★★★★★ 5 Sterne




Julia ist die beste Diebin von Spira, denn sie hat eine besondere Gabe: Sie kann sich unsichtbar machen. Für ihren neuesten Job soll sie sich als Dienstmädchen in ein Herrenhaus einschleichen und die Bewohner ausspionieren. Schnell wird ihr klar, dass die alte Hausherrin und ihre Gäste noch dunklere Geheimnisse hüten als sie selbst. Noch ahnt Julia nicht, wie eng ihr eigenes Schicksal mit ihnen verknüpft ist ... (Quelle: Verlag)

Meine Meinung 

Mit Schattendiebin entführt uns Catherine Egan in eine fantastische Welt, die wie das viktorianische Zeitalter gestaltet ist. Hier verknüpft sie die tolle Atmosphäre der Epoche mit magischen Elementen, einer mysteriösen Sache, der die Protagonistin Julia auf den Grund gehen soll, Hexenverfolgungen und der ungewöhnlichen Gabe von Julia selbst und konnte mich von der ersten Seite an absolut fesseln.

Aus meinem Eingangssatz konnte man schon raushören, dass ich die Wahl der Epoche, nur eben bezogen auf eine nicht real-existierende Welt, sehr mochte. Sie passte perfekt zu der Geschichte, die erzählt wurde und unterstützt sie nicht nur, sondern gibt ihr auch eine Atmosphäre, die den Leser sofort ans Buch fesselt. Dabei entwarf die Autorin eine Welt, in der es Magie gibt und alle, die diese Magie besitzen werden verfolgt und im Wasser ertränkt, denn anders als in den herkömmlichen Überlieferungen aus unserer Geschichte, stärken sich die Hexen in Spira vom Feuer und können nur im Wasser bekämpft werden.

Neben dem gut durchdachten Weltentwurf gefiel mir Julia außerdem sehr. Sie hat die Gabe, sich unsichtbar zu machen und führt dadurch als Spionin und Diebin Aufträge aus. Wir verfolgen sie bei einem ihrer Aufträge, bei der sie als Dienstmädchen eine Familie in einem Herrenhaus ausspionieren soll. Julia ist sehr selbstbewusst und schafft es, ihr Wissen, wie damals übrig, nicht zu sehr nach außen dringen zu lassen. Das sorgt dafür aber für absolut göttliche Gedankengänge und das machte beim Lesen unglaublich viel Spaß.

Wie beim vielen Jugendbüchern schafft auch Catherine Egan eine Balance zwischen Fantasy und Abenteuer einerseits und Entwicklung und Erwachsen werden der Protagonistin andererseits. Sie legt den Fokus jedoch mehr auf die Fantasy, was mich sehr angesprochen hat, da ich genau dies bei einem Fantasyroman erwarte. Dennoch fädelt sie auch andere Themen, die junge Leserinnen beschäftigen, in ihrem Roman ein und sie finden Platz, ohne störend zu wirken.

Mich konnte der Auftakt zur Schattendiebin-Reihe durch und durhc begeistern und ich hoffe, dass wir nicht mehr zu lange auf die Fortsetzung warten müssen.


Mit Schattendiebin: Die verborgene Gabe schafft Catherine Egan einen wundervollen Fantasyroman, der besonders durch den Weltentwurf und die Protagonistin hervorsticht. Aber auch Schreibstil und Geschichte sind stimmig und spannend und aus diesem Grund hoffe ich, nicht mehr zu lange auf die Fortsetzung warten zu müssen. 

Reiheninformation

Schattendiebin

Die verborgene Gabe
| weitere Bände sind geplant

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