Rezensionen | Impress im September

by - 10/12/2016


Der Monat September hatte bei Impress einige tolle Titel im Gepäck. Meine Must-Haves waren allerdings Jennifer Alice Jagers Abschluss der Secret Woods Dilogie und der Auftakt der Belle et la magie-Reihe von Valentina Fast. Diese beiden Bücher möchte ich euch heute gerne vorstellen.

Secret Woods - Die Schleiereule des Prinzen

Secret Woods: Die Schleiereule des Prinzen | von Jennifer Alice Jaeger | Verlag: impress by Carlsen | erschienen am 01.09.2016 | Übersetzer: - | eBook | 276 Seiten | 3.99€ (D) Kaufen? Amazon Verlag


Secret Woods

#2 Die Schleiereule des Prinzen

**Freiheit kann trügerisch sein, besonders wenn sie dich fliegen lässt** 

Noch weiß Nala nicht, wer sich hinter dem wahren Gesicht des attraktiven Jägers verbirgt, der sie um jeden Preis finden will. Sie genießt die Freiheit, die ihr die weiten Wälder der königlichen Jagdgründe bieten, in der Hoffnung, doch noch den Bann von ihrem verwunschenen Bruder lösen zu können. Aber die neu gewonnene Freiheit ist trügerisch. Ihre böse Stiefmutter trachtet nach Nalas Leben – und nach der Liebe des Prinzen, damit ihre eigene Tochter Königin werden kann. Dessen Herz ist jedoch längst vergeben… (Quelle: Verlag)

Ich habe mich so auf das Finale der Secret Woods Dilogie gefreut, denn, wie ich bereits in meiner Rezension zum ersten Band erwähnt habe, finde ich es sehr schön, dass Jennifer Alice Jaeger mal keines der häufig adaptierten Märchen ausgewählt hat. Sie erzählt das Märchen von Brüderchen und Schwesterchen nach, verlegt es allerdings nicht in die Moderne sondern bleibt dabei in ihrer eigenen Welt, ohne dabei jedoch das Märchen allein nachzuerzählen. 

Mir gefiel hierbei der zweite Band sogar noch ein wenig besser als bereits der erste. Die Handlungsstränge werden aus dem ersten Teil gekonnt wieder aufgenommen und zusammengewebt. Die Geschichte geht logisch weiter und wird meiner Meinung nach nochmal ein wenig spannender, da es langsam aber sicher dem Showdown zugeht. Der kommt gleich mehrmals ansatzweise denn es passierten ständig Dinge, die wie das Ende aussahen und zeitgleich sah man, dass man das Buch sich keinesfalls dem Ende zuneigte und auch, wer das Originalmärchen kennt weiß, dass es dort noch die eine oder andere Schwierigkeit gibt. 

Nebenbei wird die Geschichte noch um einen stärkeren Zaubereiaspekt ergänz, als das Märchen selbst ihn nicht schon eh hatte. Ich glaube, dies machte die Geschichte erst belletristischer und mehr einem Roman gleich, als einem Märchen. Und auch das Ende ist märchenhaft kitschig und folglich genauso, wie es sein sollte. Zu schade, dass Jennifer Alice Jager nach diesem Buch mit den Märchen Retellings aufhört, um sich an neue Genres zu wagen. Ich werde ihre märchenhafte Welt vermissen und doch bin ich von ihrem Schreibstil so überzeugt, dass ich jedes weitere ihrer Bücher mit Freude lesen werde.
Die Schleiereule des Prinzen ist Jennifer Alice Jagers gekonnter Abschluss der Secret Woods Dilogie. Die Geschichte um Nala und Dale wurde gekonnt weitergeführt und hat mich erneut verzaubern können. Auch wenn ich mit weinendem Auge von Jennifers Märchenwelt Abschied nehme, freue ich mich doch, ihre weiteren Werke aus anderen Genres zu lesen, denn auch mit ihrem Schreibstil hat sie mich erneut überzeugen können. 




Belle et la magie, Band 1: Hexenherz

Belle et la magie: Hexenherz | von Valentina Fast | Verlag: impress by Carlsen | erschienen am 01.09.2016 | Übersetzer: - | eBook | 468 Seiten | 3.99€ (D) Kaufen? Amazon Verlag


Belle et la magie

# 1 Hexenherz
#2 Hexenzorn

**Die neue Reihe der »Royal«-Autorin Valentina Fast!**

Die 17-jährige Isabelle Monvision lebt in den Tiefen eines so geheimen Walds, dass niemand ihn betreten kann, ohne vorher in einen festen Schlaf zu verfallen. Wie alle Hexenmädchen ihres Dorfs muss sie von Kindesbeinen an nicht nur Rechtschreibung und Mathematik lernen, sondern sich auch in der Zauberei üben. Dass das nicht immer so klappt, zeigt sich, als Belle auf einer Pariser Studentenparty den gut aussehenden, aber viel zu arroganten Gaston in eine Kröte zu verwandeln versucht – was ihr nicht ganz gelingt. Doch Belle ist nicht nur irgendeine Hexe, sondern die Tochter der Hexenkönigin, und hat für ihre Fehler geradezustehen. Um den Zauber wieder rückgängig zu machen, muss sie Gaston in den Magischen Wald bringen. Worauf er nur gewartet hat…  (Quelle: Verlag)

Ich bin ein großer Fan der Royal Reihe und so war ich schon seit dem impress Bloggerlunch auf der Leipziger Buchmesse gespannt auf Valentinas neue Reihe Belle et la magie. Das schrie sofort natürlich alles nach Die Schöne und das Biest und auch als ich den Namen des männliche Protagonisten, Gaston, gelesen habe, dachte ich, dass ein Retelling auf den Leser zukommt. Das war jedoch weniger der Fall und, wie einer der Nebencharaktere an einer Stelle des Buches erwähnte, ist es mehr purer Zufall, dass Belle und Gaston die Namen aus dem berühmten Märchen tragen. Ich war erst leicht enttäuscht aber dann gefiel mir die eigentliche Thematik, Hexen, umso mehr, denn ich bin grade ziemlich im Wahn, was Bücher dieser Thematik betrifft.

Mich hat Valentina Fast wieder komplett in ihren Bann genommen. Ich fand ihren Schreibstil während der Royal Reihe schon sehr angenehm und gleiches gilt nun auch für dieses Werk. Er ist leicht, flüssig zu lesen und so kann man sich nach einem  anstrengenden Tag gemütlich ins Bett kuscheln und lesen, ohne sich groß dabei anstrengen zu müssen. Im Gegensatz zu der Royal Reihe habe ich aber bei Belle et la magie auch so einige Kritikpunkte.

Insgesamt haben mir die Idee hinter der Geschichte und auch die Umsetzung im Allgemeinen ganz gut gefallen. Was mich jedoch gestört hat war, dass so viele verschiedene Fässer aufgemacht wurden. Ich hätte mich sehr über zusammenhängende und komplett durchgehende Story gefreut. Stattdessen scheinen teilweise Nebencharaktere einen zeitweise ebenso wichtigen und doch völlig anderen Handlungsstrang zu besitzen, wie die Protagonistin. Das ist noch nicht alles. Auch mehrere vermeintliche Feinde stehen Belle gegenüber und wenn man an einer Stelle des Buches glaubte, den Hauptkonflikt des Buches gefunden zu haben, stellte er sich später als Nebensache heraus. Genauso ging es auch mit der Fülle an magischen Wesen weiter, die dem Leser allesamt vorgestellt werden, obwohl man noch nicht den Überblick über die Hexenwelt alleine bekommen hat.


Ich bin sehr gespannt auf den Abschluss der Reihe aber hier wäre weniger sicher mehr gewesen. 
Auch bei Belle et la magie: Hexenherz konnte mich Valentina Fast wieder mit ihrem Schreibstil verzaubern. Dennoch hinkt das Buch hinter der Royal Reihe her. Thematik, Idee und teilweise auch die Umsetzung sind sehr gut, sobald man sich erst mal an den Gedanken gewöhnt hat, dass trotz Belle und Gaston kein Die Schöne und das Biest Retelling vorliegt, für mich war es aber einfach zu viel: Zu viele Nebenstränge, eine zu undeutliche Haupthandlung und eine Fülle von magischen Wesen, obwohl man zu diesem Zeitpunkt nicht mal das essentielle für diese Reihe durchblickt hat. Hier wäre weniger mehr gewesen.



Vielen Dank an den impress Verlag für die beiden bezaubernden *Rezensionsexemplare.

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