Rezension | Plötzlich Banshee - Nina MacKay

by - 9/23/2016

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Plötzlich Banshee | von Nina MacKay | Verlag: ivi by Piper | erschienen am: 01.09.2016 | Übersetzer: - | Softcover mit Klappbroschur | 400 Seiten | 15.00€ (D) Kaufen?


Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben? (Quelle: Verlag)

Nina MacKays neues Buch Plötzlich Banshee hat ein traumhaftes Cover und einen tollen Klappentext. Kein Wunder also, dass es direkt bei mir einziehen musste und auch sofort gelesen wurde. Ich bin einfach ein großer Fan von Banshee. Das klingt vielleicht etwas ungewöhnlich aber sie gehören zu meinen liebsten mythologischen Wesen und ich finde sie wahnsinnig interessant. Schade, dass sie in der Literatur bisher nur so wenig Anklang gefunden haben aber da kam dieses Buch ja dann wie gerufen.

Im Internet habe ich bereits wenige Tage nach Erscheinen absolut begeisterte Rezensionen lesen können und so habe ich voller Vorfreude mit Plötzlich Banshee gestartet. Ich muss an dieser Stelle jedoch schon direkt gestehen, dass ich das Buch nicht so toll fand, wie viele meiner MitbloggerInnen. Wie schon erwähnt, finde ich das ganze Banshee Thema toll. Überhaupt die irische Mythologie, kann ich eigentlich sagen. Ich mag es, mich an unverbrauchte Themen zu wagen, weniger voreingenommen zu sein und neues zu lernen. Auch die schon im Klappentext angedeutete Verbindung mit einem oder mehreren Mordfällen, in die die Protagonistin Alana dann verwickelt wird, finde ich toll. Das ganze klingt nach einer super Mischung. Das war es auch. Allerdings muss ich hier direkt einhaken, dass ich leider allzu oft das Gefühl hatte, dass die Handlungsabläufe direkt wie aus einem Schreibratgeber kommen. Es verläuft nach Mustern, die dem Leser schon aus unzähligen anderen Büchern bekannt sind, und so die Standardverfahren sind. Dabei meine ich nicht bekannte und nicht mehr weg zu denkende Motive, wie zum Beispiel die Heldenreise etc. Es waren viele kleine Nebenstränge, die viel zu vorhersehbar waren. Man hat schon direkt gespürt, in welche Richtung diese die Hauptgeschichte später einmal beeinflussen und das soll nicht sein.

Das ist sehr schade, denn ich durfte erfahren, dass Nina MacKay gut schreiben kann. Und ich meine damit sehr gut. Natürlich schreibt sie reine Unterhaltungslektüre, die stilistisch nicht besonders hervorgehoben werden kann aber sie schreibt flüssig und spannend und humorvoll und man kann sich nur schwer vom Buch lösen. Naja, vielleicht schreibt sie ein wenig zu humorvoll. Das Buch ist insgesamt wirklich sehr lustig und an vielen Stellen passt das auch perfekt in die Handlung. Es gab allerdings auch einige Stellen, und nicht gerade wenige, da erschien mir der Humor erzwungen. So, als hätte man mit Gewalt noch mehr lustige Szenen reinbringen wollen. Auch diese habe ich mit der Zeit kommen sehen, denn sie waren so klischeehaft und es war insgesamt einfach zu viel.


Während abgesehen von der Protagonistin alle weiteren Charaktere leider viel zu blass blieben, lernen wie dafür Alana umso besser kennen. Es war zwar ok alles aus ihrer Sicht zu lesen, doch auch sieh ging mir durch ihre Tollpatschigkeit schnell auf die Nerven. Die Frau ist leider schlimmer als Bella Swan und warum das so ist, wird im Buch auch begründet. Aber auch hier wäre weniger ist mehr besser gewesen. Denn von ihr habe ich nichts anderes im Kopf, als das Bild eines oberflächlichen Mädchens und ich denke nicht, dass dies von der Autorin so beabsichtigt wurde. 



Plötzlich Banshee hat zwar eine tolle und innovative Idee, mir war jedoch die Umsetzung zu gewöhnlich, die Protagonistin leider oberflächlich und anstrengend und der Humor häufig überzogen und zu viel. Dennoch ist Plötzlich Banshee eine Lektüre, die besonders kurzweilig und lustig ist und eignet sich super zum Zwischendrin lesen.


Vielen herzlichen Dank an den Piper Verlag für das tolle *Rezensionsexemplar.

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4 Kommentare

  1. Mal eine ganz andere Meinung, die Rezension gefällt mir wahnsinnig gut!

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  2. Huhu :)

    Mir ging es mit "Plötzlich Banshee" ähnlich und auch wenn ich dir wünsche, dass dir das Buch besser gefallen hat, bin ich irgendwo auch froh, dass es nicht nur mir so ging.
    Nachdem ich in der Soul Screamers Reihe das erste Mal Banshees getroffen habe, haben diese es mir echt angetan und ich habe mich gefreut mal wieder was über Banshees zu lesen, weil diese ja nicht zu oft in Büchern vorkommen.
    Aber mir war Alana wirklich too much. Die Tollpatschigkeit ging mir auch schnell auf die Nerven und ihre Leichtigkeit hat irgendwo nicht zu den Mordfällen gepasst.

    Liebe Grüße
    Chianti

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. Hey,

    Ein super Rezension! :)
    Möchte "Plötzlich Banshee" auch noch unbedingt lesen! Das Cover ist einfach so schön! ♥

    Liebe Grüße,
    Myri

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