Diversity Books | Für mehr Toleranz in Büchern

9/25/2016

Dies ist ein Fine Art Giclee print gemacht von meinem original Aquarell.  Beschreibung - Drucken druckt professionell auf Finestra Fine:


Hallo meine Lieben,


in letzter Zeit ist mir immer etwas aufgefallen, auf das ich in fast allen Büchern, die ich gelesen habe, anschließend geachtet habe: Diversity. Oder, um es besser auszudrücken, die Abwesenheit von dieser. Gerade viele bekannte Bücher, wie zum Beispiel die Harry Potter Reihe gehen nicht mit dem besten Beispiel voran. Und doch habe ich in letzter Zeit sehr häufig Bücher gelesen, in denen es anders war. Ich finde es wichtig, in Büchern die Form von Gesellschaft wiederzuspiegeln, die tatsächlich existiert und damit meine ich vor allen Dingen, dass es nicht sein kann, dass in einem Buch nur europäisch aussehende Menschen vorkommen können oder keine beispielsweise homosexuell ist. Schauen wir uns allein an, wie viele dunkelhäutige Menschen es in den USA gibt. Wieso wird das in Büchern nicht beachtet? 

Ich habe mich lange mit Fragestellungen wie dieser beschäftigt und leider ist es so, dass ich persönlich leider nichts dagegen tun kann. Außer Bücher schreiben, in denen es anders ist natürlich. Und doch kann ich, können wir alle, meiner Meinung nach einen kleinen Beitrag zu diesem Thema leisten. Aus diesem Grund habe ich es mir zum Ziel gesetzt, auf Bücher, die Diversity beinhalten besonders hinzuweisen. Ich habe dafür zwei Buttons erstellt und möchte an dieser Stelle direkt schon sagen, dass ich mich sehr freuen würde - und keinesfalls etwas dagegen habe - wenn ihr diese Aktion unterstützen würdet und dabei mitmachen würdet. 



Ich möchte zum einen Bücher würdigen, die Diversität im Gender Bereich zeigen. Sprich, die LGBT Bereiche abdecken. Zum anderen gibt es einen Diversity Button für den kulturellen bzw. den ehnologischen Bereich. Den werde ich vergeben, wenn bewusst genannt wird, dass eine nicht-europäisch-aussehende Person genannt wird bzw. vielleicht auch eine tragende Rolle spielt oder das Buch auf besondere Weise Toleranz anderen Lebensformen gegenüber aufzeigt. 

Mir ist es in dieser Hinsicht völlig egal, ob das Buch als Hauptthema so etwas behandelt oder es nur eine Tatsache ist, die eben so ist. Gerade letzteres finde ich eigentlich sogar noch angenehmer denn es zeigt uns, dass die vielfältige Welt, in der wir leben, einfach nur normal ist. 

Ihr findet die Buttons immer in den Rezensionen zu den jeweiligen Büchern. Und zwar direkt unter den Kurzinfos. Dort findet ihr auch immer einen kleinen Vermerk von mir, weshalb dieses Buch den Button verdient hat. Bald wird es auch eine Seite geben, die alle Diversity Bücher auflistet. Ich versuche außerdem die alten Bücher so gut es geht zu rekonstruieren. 

Wenn ihr an dieser Aktion auch teilhaben wollt, dürft ihr gerne alle Buttons verwenden. Ich würde mich nur freuen, wenn ihr erwähnen könntet, dass die Aktion von mir kommt, sodass sie möglichst viele Leute erreicht. 

Was haltet ihr von der Aktion? Findet ihr Diversity in Büchern wichtig oder Nebensache? Habt ihr Anregungen für weitere Buttons?

Liebst,
Jule



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10 Kommentare

  1. Die Idee finde ich klasse und die Buttons sehen auch echt schön aus :)

    In letzter Zeit findet man ja häufiger Posts zu diesem Thema und seitdem habe ich mich auch ein wenig damit auseinander gesetzt. Ich habe mir das ganze so erklärt, dass ich eigentlich nur Bücher von weißen Autorinnen lese. Klingt jetzt erstmal scheiße, aber es ist ja nicht so, als würde ich darauf achten, welche Hautfarbe meine Autorin hat. Und wenn ich selbst weiß und heterosexuell bin, erschaffe ich vielleicht eher eine Figur, mit der ich mich selbst identifizieren kann.
    Klingt jetzt nach ner lahmen Ausrede, aber so habe ich mir das bisher immer erklärt.
    Ich muss auch zugeben, dass ich mich immer total freue, wenn Charaktere homo oder bi sind. Ich lese ganz gerne die "normalen" Handlungen des Young Adult Genres zwischen Junge und Mädchen, aber ich hätte gerne auch mal Handlungen zwischen Junge und Junge oder Mädchen und Mädchen dabei. Ich glaube, wenn das im Roman-Bereich normalisierter wird, geht vielleicht die Homophobie ein wenig zurück, dann trauen sich vielleicht mehr Leute, sich auch offen zu outen. Puh, über das Thema könnte ich jetzt noch ganz ganz viel mehr reden, aber ich glaube, du weißt, worauf ich ungefähr hinaus will.

    Genauso ist es eben mit der Ethic Diversity, mir ist es ehrlich gesagt egal, welcher Herkunft meine Protagonisten sind, solange ich sie sympathisch finde und sie mich nicht komplett nerven, ist doch alles gut.

    Jetzt wo ich so drüber nachdenke, werde ich deine Buttons vielleicht auch einbauen, es wird auf jeden Fall erstmal ein Post von mir dazu folgen, damit noch mehr Leute, auf deine Aktion werden :)

    Liebst, Lara.

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    1. Huhu Lara,

      da gebe ich dir auf der einen Seite Recht, auf der anderen Seite habe ich aber ja auch schon erwähnt, dass das nicht unbedingt die Protagonistin betreffen muss oder das Thema Homosexualität beispielsweise nicht hauptsächlich behandelt werden muss. Ich finde nur die Gesellschaftsdarstellung in Büchern furchtbar.

      Über 12 Prozent der amerikanischen Bevölkerung ist dunkelhäutig und in einem Buch werden häufig mehr als 10 Personen in ihrem Aussehen beschrieben. Und keiner davon ist nicht-europäisch! Wieso kann eine beste Freundin der Prota nicht auch mal dunkelhäutig sein? In den Hunger Games ist Rue auch dunkelhäutig und Suzanne Collins schafft so etwas mehr Diversity ohne dass sie gleich einen Elefanten aus der Mücke macht. Und das obwohl sie weiß ist. Darum geht es mir, denn gerade LGBT Bücher bzw. Bücher in denen dies das Hauptthema ist, gibt es aktuell sehr häufig.

      Liebst,
      Jule

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  2. OMG was für ein tolle Aktion! Ich finde es echt super, dass du auf so etwas aufmerksam machst!
    Diese Buttons werde ich auf jeden Fall auch verwenden, um auf solche Bücher hinweisen zu können.
    Eigentlich echt schade, das wenige Bücher die Realität abbilden, was unsere Vielfalt angeht. Bücher, in denen verschiedenen Ethnien vertreten sind, kommen jedoch öfters vor, als Bücher in denen es nicht heterosexuelle Beziehungen gibt (vielleicht, weil sich die Gesellschaft gerade erst dafür öffnet?).

    Liebste Grüße, Elli

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  3. Hallo Julia!
    Ein schwieriges Thema, wie ich finde obwohl es eigentlich ganz natürlich sein sollte! Ich bin da einerseits ganz bei dir mit der Meinung - andererseits bin ich auch ehrlich: dieses ständige Draufrumgereite, dass null Toleranz herrscht (egal ob Sexualität oder Hautfarbe oder Lebensweise oder sonstwas) und man das durch Ansprache etc. immer wieder hervorheben wird, macht meiner Meinung nach die Sache nicht unbedingt besser. Weil dann immer der Status 'Sonderbar / Anders sein' dem angehaftet bleibt. Ich finde diese Trennung in hell- und dunkelhäutig / homo oder hetero / normal oder nicht normal eh bescheuert. Mensch ist Mensch. Ich finde, dass sollte eigentlich nicht ständig erwähnt werden, dass es da einen Unterschied gibt.

    Liebe Grüße,
    Linda

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    1. Hallo Linda,

      mit geht es nicht darum, dass ich etwas "Anderes" hervorheben möchte, denn genau indem du unterteilst in normal/nicht normal etc. nimmst du schon direkt eine Wertung vor, die zeigt, dass die Buchwelt noch nicht genug Diversity zeigt.

      Ich möchte nicht erwähnen, dass das Buch besonders ist, sondern dass es die Gesellschaft RICHTIG wiederspiegelt. Über 12 Prozent der Bevölkerung ist dunkelhäutig. Wieso gibt es in 9 von 10 Jugendbüchern, die mehr als 10 Charaktere in ihrem Aussehen beschreiben KEINE Personen, die dunkelhäutig sind? Zieht man von den übrigen Prozent der amerikanischen Bevölkerung nun mal die Personen mit asiatischer Herkunft ab, alle Indianer und Latinos, dann bleibt da ein ganz schön geringer Anteil zurück und das ist traurig, dass dieser geringe Anteil als einziger Erwähnung in der breiten Masse der Literatur findet.

      Was aber nicht bedeutet, dass ein Autor das direkt zu seinem Hauptthema machen muss. Viele Autorinnen, wie Suzanne Collins oder Cecilia Ahern gehen schon mit gutem Beispiel voran und haben Diversity in ihren Büchern ohne, dass das gleich groß propagiert wird, wie in Büchern von David Levithan und Co. Genau das werde ich ebenso honorieren, wie letztere.

      Ich finde andere sollten mit ihnen nachziehen und Diversity nicht mehr zu einem Thema machen, das erwähnt werden soll (es ist wie mit dem Feminismus, so gesehen). Erst dann kann ich mit gutem Gewissen aufhören, auf Bücher hinzuweisen, die deiner Meinung nach sonderbar und anders sind. Für mich sind sie richtig. Wenn man jedoch nicht anfängt darauf bewusst hinzuweisen und jeder nur für sich denkt, dass Mensch Mensch ist (was, wie ich finde ein gute Einstellung von dir ist), dann kann in meinen Augen nicht genug passieren und eine als natürlich angesehene Diversity seitens der Autoren nicht in Büchern eingebaut werden.

      Liebst,
      Jule

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    2. Huhu!
      Eine sehr schöne Antwort, mit der ich leben kann. Ich will dich auch nicht angreifen oder so, hoffe, du hast mich da nicht falsch verstanden.
      Für mich sind diese Bücher nicht sonderbar oder anders und nicht ich (allein) mache diese Unterteilungen, ich sehe nur, wies meinen Cousinen, die aus Indien adoptiert wurden, oder einem sehr guten Freund, der lieber Männer mag, eben so ergeht.

      Liebe Grüße,
      Linda

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  4. Hallo!
    Also ich finde das Thema Gleichberechtigung, Homosexualität und all dies immer sehr kompliziert, obwohl es doch eigentlich nicht kompliziert sein sollte.
    Ich finde es gut, dass du diese Aktion machst und die Buttons sind auch echt schön geworden!

    Mir ist das in Büchern auch teilweise aufgefallen - aber von beiden Seiten.
    Zum einen merke ich in manchen Büchern sehr stark, dass es kaum Unterscheide zwischen den Charakteren gibt, sei es nun Nationalität, aussehen oder eben Homosexualität etc... Wenn mir so etwas beim Lesen auffällt, dann finde ich das generell eher doof und es stört mich auch irgendwie, dass der Autor/die Autorin unrealistisch schreibt.
    Zum Anderen fällt mir bei manchen Büchern auf, dass krampfhaft versucht wird, Charaktere mit anderen Nationalitäten einzubauen. Das finde ich persönlich noch schlimmer, weil ich dann immer das Gefühl habe, dass der Fokus des Buches verrutscht ist, denn die Reaität wird dann auch verzerrt. Außerdem denke ich, und das ist ganz allein meine Meinung und ich will auf keinen Fall jemandem zu nahe treten oder so, dass durch sowas nochmal hervorgehoben wird, dass dieses Problem da ist und dass eben nicht alle Menschen gleich sind.

    Es gibt dann aber auch wieder Bücher, in denen es mir beim Lesen nicht ungewöhnlich erscheint, dass jemand homosexuell oder auch dunkelhäutig etc ist. Z.B. ist die beste Freundin der Protagonistin in meinem Lieblingsbuch Lycidas von Christoph Marzi dunkelhäutig und beim Lesen kam mir nie in den Sinn, dass das anders sein könnte oder dass das zwanghaft ist... Verstehst du, was ich meine? Es war einfach richtig so :)

    Mit Problemen ist das ja auch immer so eine Sache.. Wenn man nicht darüber redet, dann wird es nicht besser - im Gegenteil! Aber wenn man zu viel darüber redet und sich in etwas hineinsteigert, dann kommt so manchem erst der Gedanke, dass z.B. Menschen nicht gleich sind und nicht gleich behandelt werden etc.

    Was ich damit sagen will ist, dass es einfach auf das Buch und den Schreibstil ankommt (und natürlich auch auf die Zielgruppe). Solange alles Authentisch wirkt, ist alles prima :) Eine Dystopie kann meiner Meinung nach auch nur blonde, weiße Menschen beinhalten, wenn es die Geschichte verlangt (weil Schönheitsideal oder irgendwie sowas, das eben in die Story gehört)und es ist immer gut, wenn es Vielfalt gibt, aber nur, wenn der Fokus im Buch nicht verrutscht :)

    Hoffentlich war das jetzt verständlich so! Und ich werde mal schauen, ob ich die Buttons nicht auch mal einbaue :)

    Alles Liebe,
    Emely die Buchsammlerin ♥

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  5. Hey, ich nochmal :D
    Ich würde die Buttons ab jetzt auch gerne in meinen Blog einbinden! Ich habe gerade einen Post dazu geschrieben! Ich hoffe, es macht dir nichts aus, dass ich einen Teil deines Posts Zitiert habe, weil ich deine Erklärung so gut fand und es selbst nicht besser hinbekommen habe ♥ Wenn doch, dann sag mir bescheid und ich ändere es noch..
    Hier ist der Link zu meinem Post:
    http://buchsammlerin.blogspot.de/2016/09/bookish-diversity.html

    Alles Liebe,
    Emely ♥

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  6. Hey!

    Wirklich tolle Idee und sehr geniale Aktion! Ich habe in letzter Zeit auch über das Thema nachgedacht und achte beim Lesen jetzt auch stärker darauf. Man stolpert einfach viel zu selten über LGBT+ oder nicht-weiße Charaktere. Und irgendwie, wenn man so darüber nachdenkt, ist es traurig, dass wir noch in einer Gesellschaft leben, in der solchen Aktionen, solche Buttons, eine sinnvolle und angebrachte Aktion darstellen. Solche Vielfältigkeit sollte in Büchern, generell in Medien, einfach stärker vertreten sein, dann würde es vielleicht irgendwann normal werden und von allen akzeptiert. Nicht jeder ist weiß, hetero und cis. Wenn man es nicht ist, ist man genauso normal und genauso ein Mensch, wie wenn man es ist.
    Die Buttons werde ich auf jeden Fall auf meinem Blog verwenden (sie sehen übrigens ziemlich cool aus) und auch bald mal einen Post darüber schreiben.

    Liebe Grüße,
    Sally

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  7. Hallo Jule,

    ich bin über Laras Post hierhergekommen und stimme dir zu, dass es wirklich zu wenig in Büchern gibt. Ähnlich wie Linda nervt es mich aber, wenn das dann mal eingebaut wird, dann aber auf die übertrieben-offensichtliche Art à la "SEHT HER - ich bin tolerant!" Es sollte kein Bestreben geben, ach so tolerant zu sein, es sollte normal sein.
    Leider hat man bei den einigen Büchern das Gefühl, dass es nur westlich-hellhäutig aussehende Menschen gibt, was genaugenommen sogar ziemlich langweilig ist. ^^ Und wie du sagst, gerade bei amerikanischen Büchern spiegelt das nicht im Geringsten die Realität wieder. Zum Glück gibt es aber auch Bücher, in denen das anders ist.

    Liebe Grüße
    Dana

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