Rezension | The Gracekeepers - Kirsty Logan

by - 8/07/2016




The Gracekeepers | von Kirsty Logan | Verlag: Vintage | erschienen am 10.03.2015 | Übersetzer: - | Taschenbuch | 304 Seiten | 9.50€ (D) Kaufen?




A flooded world. A floating circus. Two women in search of a home. North lives on a circus boat with her beloved bear, keeping a secret that could capsize her life. Callanish lives alone in her house in the middle of the ocean, tending the graves of those who die at sea. As penance for a terrible mistake, she has become a gracekeeper. A chance meeting between the two draws them magnetically drawn to one another - and to the promise of a new life. But the waters are treacherous, and the tide is against them. (Quelle: Verlag)


Ich möchte diese Rezension hier eigentlich gar nicht schreiben. Denn um es vorweg zu nehmen, hat mit The Gracekeepers so gar nicht gefallen und das, obwohl ich Kirsty Logan auf einem Bloggertreffen auf der LBM kennenlernen durfte und sie eine so tolle Person ist. Ich glaube der Hauptgrund, weshalb ich dieses Buch nicht gemocht habe ist, dass ich einfach mit dem Magischer Realismus-Genre nicht klarzukommen scheine. Schon Der Nachtzirkus habe ich damals abgebrochen und allerdings gehofft, dass es an der Geschichte lag und nicht am Genre. The Gracekeepers hat mich hier jedoch eines besseren belehrt.

Ich mag sie einfach nicht, diese Geschichten in denen so gar nichts passiert und die Handlung langsam vor sich hin verläuft. Beim magischen Realismus kommen dann noch diese ganzen phantastischen Kleinigkeiten hinzu, die einfach nicht geklärt werden und dicke Fragezeichen beim Lesen hinterlassen. Das ist einfach nicht mein Ding, musste ich bei der Lektüre von The Gracekeepers feststellen und so habe ich die meiste Zeit tapfer damit verbracht, das Buch zu lesen, während ich nebenbei versucht habe es zu mögen, es spannend zu finden und an beidem leider kläglich gescheitert bin.


Auch wenn meine Bewertung eher schlecht ausfällt, möchte ich nicht jedem von euch abraten, das Buch zu kaufen. Für alle Fans des magischen Realismus, die kein Problem mit wenig Spannung und Handlung haben und diesen träumerischen Aspekt  mögen, ist Kristy Logans Roman wahrscheinlich genau das richtige, denn sie entführt den Leser in eine unentdeckte Welt die durch viel Offenheit aber auch durch viele Vorurteile gekennzeichnet ist. North und Callanish sind die beiden Protagonistinnen, die meist auch selbst zu Wort kommen, aber neben ihnen gibt es auch unzählige weitere Nebencharaktere, denen einzelne Kapitel gewidmet sind und die uns einen anderen Blick auf die Story geben. 







Ich kann gar nicht genau sagen, wieso ich es persönlich gar nicht leicht fand, The Gracekeepers zu lesen. Ich habe schon Bücher, die eigentlich deutlich schwerer zu lesen sein sollten ohne Probleme gelesen. The Gracekeepers hat viel "Fachvokabular" und viele Satzkonstruktionen, die mir sehr fremd erschienen. Dafür gibt es das englische Lesefüchschen der Stufe 3 von 4. Ihr solltet schon mehr Erfahrung im Lesen englischer Bücher haben, um das Buch gut zu verstehen.



Somit schließe ich mit The Gracekeepers mit dem Magischen Realismus ab. Das Genre kann mich einfach nicht begeistern und so war es letztendlich auch bei Kristy Logans Roman nicht. Für alle Fans davon könnte The Gracekeepers aber genau das richtige sein, denn es fällt durch seine wundervoll konstruierte Welt und die beiden zauberhaften Protagonistinnen positiv auf.

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Vielen Dank an Randomhouse UK für das zauberhafte *Rezensionsexemplar.

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1 Kommentare

  1. Hey Jule,

    du hast das wirklich gut geschrieben und mich sogar ein wenig zum Schmunzeln gebracht! Dieses Gefühl, wenn man versucht mit aller Macht ein Buch zu mögen aber es einfach nichts hilft, kennen wir wahrscheinlich alle.

    Ich verstehe auch total was du meinst, denn obwohl mir The Gracekeepers ganz gut gefallen hat, ist das Genre an sich auch nichts für mich. Ich weiß noch dass mich der Schreibstil einfach begeistert hat, und ich habe das Buch weniger für die Spannung und mehr für die Sprache gelesen - aber als Englisch Nerd ist das auch was anderes.

    Respekt, dass du es trotzdem beendet hast! Man lernt ja schließlich von jeder Story etwas, selbst wenn es nur bedeutet zu wissen, dass gewisse Dinge einfach nichts für einen sind :)

    Allerliebste Grüße, Sandy ❤

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