[Rezension] Muschelherz und Sommerwind - Julia Breitenöder





Titel: Muschelherz und Sommerwind
Autor: Julia Breitenöder
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 13.07.2015
Übersetzer: -
Format: Taschenbuch
Seiten: 224
Preis:  7.99€ (D) Kaufen?


Reihe: keine









Ein Mädchenroman, so leicht wie der Sommer

Ann hat sich ihren ersten elternlosen Urlaub an der Nordsee eigentlich anders vorgestellt: Erst wird sie von ihrer besten Freundin versetzt, dann landet sie in einem Ferienlager auf einem kleinen Bauernhof. Gummistiefel statt Pferderomantik! Auf dem Karolinenhof freundet sich Ann schnell mit den anderen Mädchen und der verrückten Henne Gretel an, die sich als gute Beraterin in allen Lebenslagen erweist. Und dann ist da noch Justin, der Ann völlig aus dem Konzept bringt. Schließlich sind die romantischen Gänseblümchensträuße, die sie überall findet, von ihm, oder? (Quelle: Verlag)



Heute habe ich etwas für die jüngeren Leser unter euch! Für eine lovelybooks-Leserunde durfte ich Muschelherz und Sommerwind von Julia Breitenöder lesen und habe so einen literarischen Sprung in meine Kindheit gemacht. Den kurzweiligen Sommeroman kann man nämlich sehr gut mit den Pink!-Büchern von Oetinger oder den Freche Mädchen Freche Bücher-Büchern aus dem Thinemann Verlag vergleichen und so bietet dieser Roman einen kurzweiligen Lesespaß für Mädchen von 10-14 Jahren.

Anfangs war mir gar nicht bewusst, dass das Buch für eine deutlich jüngere Zielgruppe ist. Mich hat einfach das Cover so sehr überzeugt, dass ich es unbedingt lesen musste. Nachdem ich es nun gelesen habe bereue ich dies aber nicht. Ganz im Gegenteil. Wie oben schon gesagt war es wie eine kleine Zeitreise in meine Mädchenzeit, in der ich liebend gerne die Abenteuer der wilden Hühner verfolgt habe oder mich mit Hanna, Mila und Kati zum ersten Mal verliebt habe. Denn genau so ein Buch ist Muschelherz und Sommerwind. Es handelt von abenteuerlichen Sommerferien auf einem Bauernhof und von der erste Verliebtheit. Ohne für ein Mädchenbuch zu weit zu gehen, tastet sich die Autorin an dieses Thema heran und beschreibt es auf eine süße Art und Weise. Und bei einer Horde Kinder auf einem Bauernhof dürfen natürlich jede Menge Nordseeabenteuer und natürlich auch Tiere nicht fehlen.

Ann war mir direkt sympathisch. Sie trägt alle möglichen Sorgen mit sicher herum, was in ihrem Alter normal ist. Trotzdem ist sie ein absolut liebenswürdiger Mensch. Ich habe sehr gerne mit ihr mitgefühlt und mir ein tolles Happyend für sie erhofft. Die anderen Charaktere sind, hauptsächlich wahrscheinlich durch die Kürze des Buches, ein bisschen in den Hintergrund getreten.  Das ist aber auch nicht wirklich schade, denn so konnten wir uns voll und ganz auf Ann konzentrieren. Ann verliebt sich nämlich zum ersten Mal. Und zwar in Justin. Sie vermutet, dass Justin auch der ist, der ihr heimlich Gänseblümchensträuße auf ihre Plätze legt und zusammen mit ihren neu gefundenen Freundinnen versucht sie herauszufinden, ob sie wirklich von ihm sind. Neben dieser Geschichte erlebt Ann aber auch sehr viele Abenteuer mit ihrer Gruppe. Egal ob eine Ponyausritt, eine Wattwanderung oder eine Strandparty. Ann weiß über viele lustige Erlebnisse zu berichten, die dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zaubern.


Mein absolutes Highlight war übrigens die Henne Gretel. Nicht nur Ann hat sie ins Herz geschlossen. Ich auch! Gretel und Ann werden ganz schnell ganz besondere Freundinnen und wenn Ann ein offenes Ohr braucht, dass findet sie es meistens bei Gretel, was einfach zuckersüß war. 




Muschelherz und Sommerwind ist ein süßer Mädchenroman rund um einen Nordseeurlaub auf dem Bauernhof. Ann und die süßen Dinge, die sie erlebt konnten mich sofort zurück in meine Kindheit versetzen und so war dieses Buch für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis. Ich vergebe Muschelherz und Sommerwind 4 von 5 Füchschen. Das eine Füchschen Abzug auch nur, weil ich nicht mehr so ganz in die Zielgruppe gepasst habe. Ich bin leider ein wenig aus solchen Geschichten rausgewachsen und empfehle es allen Mädchen von 10-14 Jahren.







an lovelybooks für die Zusendung des Buches für eine *Leserunde.






[Klassik Edition] Wohin rollst du, Äpfelchen... - Leo Perutz





Titel: Wohin rollst du, Äpfelchen...
Autor: Leo Perutz
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: Ausgabe von 2015, Erstveröffentlichung 1928
Übersetzer: -
Format: Taschenbuch
Seiten: 268
Preis:  11.90€ (D) Kaufen?


Reihe: keine







Eine groteske Verfolgungsjagd, die einen ehemaligen Offizier kurz nach dem 1. Weltkrieg quer durch Europa führt. 'Das Wort Genie hat längst durch Missbrauch an Wert und Sinn verloren, sonst hätte ich das Buch als einfach genial bezeichnet.' (Ian Fleming, Schöpfer von James Bond, in einem Brief 1931 an Leo Perutz) Wien 1918/19.


Der einstige Offizier Georg Vittorin kann die Demütigung nicht vergessen, die er als Kriegsgefangener von dem russischen Lagerkommandanten Seljukow erdulden musste, und beschließt, als Rächer nach Russland zurückzukehren. Eine dramatische Verfolgungsjagd beginnt, die ihn durch die Sowjetunion, nach Konstantinopel, Mailand, Paris und weiter treibt, bis es schließlich zu dem erhofften 'Duell ohne Zeugen' kommt.  (Quelle: lovelybooks)



In Klassik Edition stelle ich euch Rezensionen zu etwas anderen Büchern vor. Bücher, die ich vielleicht im Zuge der Uni gelesen habe, vielleicht auch ein bisschen out-of-comfort privat und die eine Rezension wert sind. Ich spreche von Büchern, die viele unter euch als nervige Schullektüre bezeichnen würden. Mit der Ausnahme, dass die Bücher, die ich hier bespreche teilweise auch weg gehen von dem Lektürekanon. Ich möchte euch mit diesen Rezensionen zeigen, dass Klassiker auch toll sein können und da besondere Bücher auch besondere Rezensionen erfordern, werde ich die Rezensionen der Klassik Edition anders aufbauen als alle anderen. Schreibstil und Co sind bei diesen Büchern nicht wichtig. Der ist eh anders und meistens gewöhnungsbedürftig. Nein, ich möchte Literatur solcher Art kontextualisieren und weg gehen von „Was will der Autor uns damit sagen?“. Und wer weiß, vielleicht kann ich euch ja sogar dazu animieren den einen oder anderen Klassiker zu lesen und zu lieben.



Leo Perutz. So heißt eines meiner Seminare in diesem Semester und außerdem ein längst vergessener Schriftsteller. Im Zuge dieses Seminars lesen wir ganze drei Bücher von Perutz und Wohin rollst du Äpfelchen? war das erste. Leo Perutz ist ein österreichischer Exilautor. Als solcher wird er immer bezeichnet. Und es stimmt auch, dass Perutz Österreicher ist und er ist Autor. Das lustige ist allerdings, dass er während seines Exils in Tel Aviv gar nichts mehr geschrieben hat sondern tatsächlich nur in der Zeit davor. Aber das nur so nebenbei.

Wohin rollst du Äpfelchen? Das ist ein ziemlich komischer Name für ein Buch. Dennoch ist er fest in dem Buch verankert und beim Lesen erfasst man nach und nach die Bedeutung dieser Überschrift. Dieser Roman ist ein Heimkehrerroman, ein Roman über die sogenannte Gespensterzeit in Wien, während der viele Soldaten aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause kehrten. So schafft Perutz mit Wohin rollst du Äpfelchen? ein wichtiges Zeitzeugnis, dass die schwere Phase nach dem ersten Weltkrieg beschreibt und auch noch einmal deutlich macht, dass dieser in Russland noch längst nicht vorbei ist. Auch Vittorin war in Kriegsgefangenschaft und kehrt 1918 mit drei weiteren Zimmergenossen zurück nach Österreich. Dort angekommen kommen sie alle wieder in ihrem Alltag an und können die schlimme Zeit nach und nach verarbeiten. Auch Vittorin wird herzlich von seiner Familie und seiner Freundin Franzi wieder aufgenommen. Bald schon ergeben sich für ihn interessante Möglichkeiten. Aber seine Vergangenheit lässt ihn nicht los und er schwört auf Rache. Sein Ziel ist der ehemalige Lagerkommandant Seljukow. Ob das, was Vittorin erlebt ein Trauma ist oder nicht, das lässt sich diskutieren und ist eine interessante Fragestellung im Buch. Aber auch diese nicht ganz so ferne Welt des alten Russlands, die Kriege zwischen Rot und Weiß, zwischen Bolschewiki und Menschewiki ist uns doch eher unbekannt und gibt uns erschreckende und interessante Einblicke in diese Welt. Was dann folgt ist eine Verfolgungsjagd durch ganz Europa, viel Unterhaltung aber auch vieles, was es zu hinterfragen gibt. Vittorin ist ein Antiheld und auch das Ende ist sehr stimmig und rundet die ganze Erzählung überraschend und passend ab.


Ich spreche hier so hochgestochen von dem Buch. Doch eigentlich ist es nur Unterhaltungsliteratur und auch Leo Perutz hatte nie etwas anderes im Sinn. Denn genau das war es, was Wiener zu dieser Zeit hören und lesen wollten. Ablenkung, Theater, Kaffeehaus. Und so erfreute sich Perutz damals großer Bekanntheit und wurde leider ebenso schnell wieder vergessen. Ich persönlich finde das sehr schade denn er liefert gleichzeitig Unterhaltung und Zeitzeugnis. Genau die beiden Dinge erfreuen sich heute noch hoher Aktualität und es ist sehr schade, dass ein Autor wie Perutz in Vergessenheit geraten ist.  Ich freue mich schon sehr auf die beiden weiteren Bücher des Autors und bin mir sicher, dass seine anderen Werke auch bald folgen werden. Der Roman war eine wirkliche Überraschung und somit auch irgendwie ein kleines Highlight. Umso erstaunter war ich, als unsere Dozentin uns verriet, dass dieser Roman von Kritikern als Perutz‘ schwächster eingestuft wird. 



Wie schon häufiger erwähnt, bin ich ja eigentlich gegen das Bewerten von Klassikern. Aber wie immer möchte ich das nun trotzdem tun, da ich euch eine grobe Richtlinie geben will, was ich von dem Buch halte. Wohin rollst du Äpfelchen? bekommt von mir verdiente 5 von 5 Füchschen und ist ein wundervoller Unterhaltungsroman, der noch dazu über die Heimkehrerproblematik informiert. Wenn ihr Lust habt auf Abenteuer und auf eine anspruchsvolle Unterhaltungslektüre solltet ihr unbedingt mal zum Buch greifen.




[Neuerscheinungen] Frühjahr 2016 - Blanvalet und Penhaligon

Hallo ihr lieben Füchschen,

vielleicht habt ihr es ja auch entdeckt. Die neuen Vorschauen der Verlage für Frühjahr erscheinen nach und nach auf den Homepages. Die Taschenbüchervorschauen reichen schon in den Herbst hinein und es ist wieder Stöberzeit. Ich möchte euch auf Miss Foxy reads von meinen Must Haves des nächsten Jahres berichten und werde das in mehrere Posts aufteilen. Vielleicht sind ja auch für euch ein paar Schätzchen dabei.

Heute fangen wir direkt an mit Blanvalet und Penhaligon. Schaut mal, was ich mir rausgesucht habe:



Die Auslese: Nichts ist, wie es scheint - Joelle Charbonneau || 24. Mai 2016 || Endlich ist der letzte Teil der Trilogie um Cia erhältlich. Naja, noch nicht ganz. Bis Ende Mai müssen wir uns noch Gedulden. Aber dann wird endlich gelesen! Hier meine Rezis zu Band 1 und Band 2.

Das Lied von Eis und Feuer - Goerge R.R. Martin || 14. März 2016 || Ich konnte es gar nicht glauben, als meine Äuglein dieses tolle Stück hier entdeckt haben. Dem Ausmalfieber bin ich längst zu Opfer gefallen und ich freue mich schon darauf, dieses Stück in den Händen zu halten. 




Black Rabbit Hall - Eve Chase || 8. März 2016 || Allein schon der Titel dieses Buches und das tolle Cover haben mich verzaubert. Aber auch die Geschichte, die teilweise heute und teilweise 1968 spielt, scheint etwas ganz besonderes zu sein. Ich bin gespannt.

Der erste letzte Kuss - Ali Harris || 21. Dezember 2015 || Hier hat sich noch eine Neuerscheinung aus 2015 eingeschlichen. Der erste letzte Kuss war eigentlich auf Januar 2016 datiert und erscheint jetzt wohl schon früher. Ist egal. Ich freue mich jedenfalls auch mal wieder etwas fürs Herz gefunden zu haben.

Das Mädchen mit den Smaragdaugen - Carla Montero || 18. Januar 2016 || Das Mädchen mit den Smaragdaugen ist schon 2014 als Hardcover erschienen und damals habe ich mich tatsächlich noch gar nicht für solche Bücher interessiert. Auch dieses Buch ist ein geschichtliches Buch und entführt uns in die grausame Zeit des zweiten Weltkrieges.




Royal: Passion - Geneva Lee || 18. Januar 2016 || Royal: Desire - Geneva Lee || 14. März 2016 || Royal: Love - Geneva Lee || 16. Mai 2016 || Zugegeben, normalerweise sollte mich diese Reihe eher abschrecken. Ich liebe ja Ya Literatur von Abbi Glines und Co. Mit der After Reihe oder SoG konnte ich aber noch nie etwas anfangen und irgendwie erinnert mich diese Reihe wirklich erst mal an die von Anna Todd. Aber hallo? Amerikanerin trifft heißen royalen Typen? Das klingt doch mal perfekt für mich. Also ich werde sie lesen. Punkt.




Die Magie der kleinen Dinge - Jessie Burton || 20. Juni 2016 || Auch dieses Buch gibt es im Hardcover schon seit März und es steht schon seitdem auf meiner Wunschliste. In das Cover der Taschenbuchausgabe habe ich mich jetzt aber endgültig verliebt. Die Geschichte spielt im Amsterdam des Goldenen Zeitalters. Sprich in meiner Lieblingsstadt zu einer atemberaubenden Epoche. Es geht um ein Puppenhaus, genau solch ein Puppenhaus, wie sie in Amsterdam Tradition waren und wie ich sie schon Rijksmuseum gesehen habe. Dazu kommt eine ordentliche Portion Spannung und das ganze sieht ganz nach einem Lieblingsroman aus. 

In einer anderen Welt - Jo Walten || 15. August 2016 || In einer andere Welt hat wieder mehr Fantasy-Potential und noch dazu eine Protagonistin, die in meinem Alter ist. Obwohl das Buch mehr wie ein Herbstbuch oder Winterbuch aussieht erscheint es schon im August. ich glaube ich kaufe es mir wirklich ein bisschen später und küre es zu einem Winterbuch. ;)

Konntet ihr eines der Bücher für euch entdecken? Hattet ihr eines davon noch gar nicht auf dem Schirm und welche Neuerscheinungen aus den Verlagen Penhaligon und Blanvalet interessieren euch? 


Jule♥

[Rezension] Wildboy: Die Stimme des weißen Raben - Jacob Grey

Hiermit starte ich jetzt offiziell Project Alte Rezensionen. Ich habe wirklich viele Rezensionen, die liegen schon sehr sehr lange in meinen Entwürfen und immer und immer wieder kommen Rezensionen zu Rezensionsexemplaren hinzu oder andere Posts lassen keinen Raum für die vielen anderen Rezensionen. Ich möchte gerne sämtliche Bücher aus 2015 noch veröffentlichen, damit sie noch Platz in den Challenges finden. Den Beginn macht Wildboy.





Titel: Wildboy: Die Stimme des weißen Raben
Autor: Jacob Grey
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 23.03.2015
Übersetzer: Anne Brauner
Format: Hardcover
Seiten: 320
Preis:  14.99€ (D) Kaufen?


Reihe: ja






Ein magisches Leseabenteuer: Starke Helden, faszinierende Tiere und jede Menge Spannung. Der 13-jährige Caw lebt in einem Baumhaus zusammen mit seinen drei Raben. Er hat kein anderes Zuhause, er hat sich nie gefragt, warum er die Sprache der Raben sprechen kann und er meidet die Menschen bis auf einen einzigen: das Mädchen Lydia. Erst nach und nach erfahren Caw und Lydia, was ihr Schicksal ist: sie gehören zu den Wildstimmen, zu den besonderen Menschen, die durch ein magisches Band mit der Welt der Tiere verbunden sind. Doch diese magische Welt ist bedroht: Der fürchterliche, machthungrige Spinnen-Meister hält sie in seinem Würgegriff. Es gibt nur einen einzigen Weg, um ihn zu besiegen und nur Caw und seine Raben können diesen Weg gehen. (Quelle: Verlag)



Das Buch habe ich für eine Blogtour bekommen und obwohl ich vom Thema und dem Klappentext vor dem Lesen sehr begeistert war und ich mich auch nie daran stören würde, dass es ein Kinderbuch ist, das ich lese, kann ich euch nun vorweg schon sagen, dass mich Wildboy leider nicht überzeugen konnte. Obwohl die Thematik sehr vielversprechend war, habe ich schon zu Beginn feststellen müssen, dass der Klappentext zu viel verrät. All die Dinge, die schon genannt werden (Wildstimmen, der Spinnen-Meister etc.) sind am Anfang des Buches noch etwas, was nicht bekannt ist und eigentlich schon mal gar nicht vermutet werden könnte. Noch dazu werden manche Aspekte sogar erst nach der Hälfte des Buches aufgegriffen und erklärt. Das nimmt natürlich enorm die Spannung und auch die Lust am Lesen, weil man alles, was man sich eigentlich beim Lesen erarbeitet hat schon weiß.

Caw und Lydia, die beiden Protagonisten des Buches waren mir allerdings sehr sympathisch. Ihre Köpfe stecken voller kindlicher Energie, die vom Autor sehr gut rübergebracht wurde. Auch Caws Raben und vor allen Dingen die Bösewichte des Buches waren sehr toll und detailliert beschrieben und ein sehr genaues Bild wird beim Lesen im Kopf des Lesers geformt. Genauso verhält es sich auch mit Blackstone. Der fiktiven und düsteren Stadt, die Jacob Grey für Wildboy erschaffen hat. Ein bisschen erinnert sie mich ja tatsächlich an Gotham City, was mir sehr gefallen hat. So gesehen ist der Aspekt der Ausgestaltung des ganzen Buches wirklich sehr gut gelungen und so eigentlich schon das einzige gute am Buch. Denn neben dem riesigen Klappentext Problem reihen sich weitere Kritikpunkte, die ich beim Lesen bemerkt habe und die mich sehr gestört haben.

Der Schreibstil ist ganz solide und nichts Außergewöhnliches. Gerade für ein Kinderbuch hätte er ein bisschen spannender sein können aber naja. Wo wir aber gerade beim Thema Kinderbuch sind, kommt für mich eigentlich der gravierendste Kritikpunkt. Wildboy wird als Kinderbuch vermarktet und verkauft und ich muss ehrlich sagen, wäre ich etwas älter und Mutter, ich würde meine Kinder dieses Buch NICHT lesen lassen. Ich bin nicht verweichlicht und lese nur locker leichte Contemporary Romane. Nein. Auch bei mir darf es mal ein wenig Game of Thrones-mäßiger zugehen. Das erwarte ich aber nicht in einem Kinderbuch, das so vermarktet ist, dass auch locker Grundschulkinder zu ihm greifen könnten. Tiere werden umgebracht, Gewalt beherrscht das Buch und das darf meiner Meinung nach in einem Kinderbuch nicht sein. Und obwohl ich erwachsen bin, hat mich das Buch so an manchen Teilen schon sehr mitgenommen. Besonders weil ich eben auch der Typ Menschen-sind-ok-aber-bitte-keine-Tiere bin. Ein bisschen Action darf gerne sein aber ein Buch, das ich als 21-jährige nicht besonders gut wegstecke, sollte keinem Kind gegeben werden.

Abgesehen von diesem Aspekt beinhaltet das Buch außerdem noch eine Menge Logikfehler. An vielen Stellen hat es sich der Autor einfach viel zu leicht gemacht. Hierbei möchte ich euch gerne ein Beispiel geben, welches zum Glück auch nicht so viel spoilert. Caw lebt in einem Baumhaus mitten in einem Park in einer großen Stadt. Seit mehreren Jahren mit drei Raben zusammen. Ich kann und will mir einfach nicht vorstellen, dass in all den Jahren kein Parkbesucher einen verwahrlosten Jungen bemerkt hat, der scheinbar obdachlos mit seinen Raben durch den Park zieht und sich dort auch ein großes Baumhaus gebaut hat. Nein, das wird natürlich auch nicht entdeckt. Nachdem Lydia Caw kennenlernt lädt sie ihn kurzerhand zum Essen zu sich nach Hause ein. Und selbst wenn die Menschen im Park jahrelang ignorant waren und Caw anscheinend nicht bemerkt haben, wieso setzen Lydias Eltern einen 12-jährigen Jungen einfach ohne Bedenken an ihren Tisch und glauben ihrer Tochter auch noch, Caw wäre 16 und dürfte alleine wohnen? Selbst wenn Caw aussehen würde wie 16, wer erlaubt seiner 12-jährigen Tochter Zeit mit einem 16-jährigen Fremden zu verbringen. Anhand dieser beiden kleinen Beispiele seht ihr schon, wie viele und eigentlich sogar schwerwiegende Logikfehler sich durchs ganze Buch ziehen. Theoretisch könnte ich euch noch mehr auszählen, wenn ich euch dann nicht spoilern würde….



Zusammengefasst war Wildboy eine wirkliche Enttäuschung. Nachdem mich die Idee noch überzeugen konnte und das Worldbuilding auch sehr toll war, hat mich der Rest nur noch bitter enttäuscht. Der Klappentext verrät zu viel und nimmt so Spannung, der Schreibstil ist nur ok und Logikfehler reiht sich an Logikfehler. Am schlimmsten finde ich aber, dass das Buch und die ganze Gewalt, die in ihm steckt nichts für Kinder ist und ich das Buch meinen Kindern nicht mit ruhigem Gewissen zum Lesen geben würde. So kann ich Wildboy leider nur 2 von 5 Füchschen geben.



an den cbj Verlag für die Bereitstellung eines Exemplars für die *Blogtour.




Kuschelzeit | Produkttest: Schal "Kuschelfaktor"

Hallo Füchschen,

die Tage werden immer kürzer und gleichzeitig kälter. Das Wetter ist erbarmungslos und dennoch müssen wir morgens früh raus, um rechtzeitig in der Schule, der Uni oder an der Arbeit zu erscheinen. Bei mir kommt noch dazu, dass meine Vorlesungen im Audimax meistens sehr kalt sind, da dort über die Lüftung sauerstoffreiche aber auch kalte Luft in den Hörsaal geweht wird. So wurde schon im letzten Wintersemester der Schal mein liebster Begleiter und auch dieses Semester ist er ein Must-Have für einen Tag an der Uni.



Hier seht ihr meine Schätze. Schal 1 und 2 sind vom Weihnachtsmarkt und Selbstgenäht. Die waren nicht teuer, im Winter bevorzuge ich aber wirklich die dicken Schals, die man auch gut als Stola oder Poncho tragen kann. Zara, H&M, Pull&Bear und Co (Schal 4 und 5) haben da immer eine riesige Auswahl aber auch preislich zahlt man für sie einiges. Eine absolut perfekte alternative habe ich bei Blogg dein Produkt entdeckt und durfte den Schal "Kuschelfaktor" aus der Rebella Kollektion von Coppenrath testen. Das ist der wunderschöne Schal Nummer drei, der sich gekonnt ein wenig auf dem Bild verbirgt.

[Rezension] Das Licht der letzten Tage - Emily St. John Mandel





Titel: Das Licht der letzten Tage
Autor: Emily St. John Mandel
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 14.09.2015
Übersetzer: Wibke Kuhn
Format: Klappenbroschur
Seiten: 416
Preis:  14.99€ (D) Kaufen?


Reihe: keine








Hoffnungsvoll düster, schrecklich zart und tragisch schön.


Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tagelangsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer. (Quelle: Klappentext)




Das Licht der letzten Tage, auf Englisch Station 11, wurde mir von Kücki wärmstens empfohlen. Mit dem Hinweis, dass das Buch bald auf Deutsch erscheint. Mir egal dachte ich und wollte mir das Buch erst auf Englisch zulegen. Bis ich gesehen habe, dass ich nur ein bisschen warten muss und ich dann das atemberaubende deutsche Cover aus dem Piper Verlag in den Händen halten könnte, in das ich mich sofort verliebt habe.

Angefangen mit dem Lesen kam ich allerdings gar nicht gut in die Geschichte hinein und habe das Buch nach ca. 150 Seiten erst einmal pausiert. Nicht weil das Buch nicht spannend war, nein, ich wollte unbedingt herausfinden, was die Schicksale der einzelnen Charaktere ist und was auf ihnen und unserer Welt geworden ist. Ich kam einfach nur nicht mit der Struktur der Geschichte zurecht, die scheinbar planlos von der einen zur anderen Perspektive springt und mich einfach keinen roten Faden erkennen ließ. Schließlich habe ich dann eines Tages das Buch mit in die Uni genommen und während der Zug- und Busfahrt blieb mir gar nichts anderes übrig, als zu lesen. Und dann kam irgendwann, aber leider doch recht spät, der Punkt, an dem man plötzlich erkannt hat, dass es da doch einen ganz leichten roten Faden gibt, der sich durch das Buch schlängelt und immer wieder an einer Person hängen bleibt: Arthur. Mit diesem Fixpunkt fiel mir das Lesen plötzlich leichter und ich konnte mich mehr auf die Geschichte einlassen und mich für sie begeistern.

Der Schreibstil Emily St. John Mandel hat mich besonders begeistert. Er sticht nicht durch besonders komplizierte und lange Sätze hervor. Dennoch würde ich ihn nicht als kurz und schlicht bezeichnen. Er hat etwas Poetisches und, man kann es nicht anders sagen, meisterliches und strahlt so eine ganz andere Art von Anspruch aus, der mich sehr fasziniert hat. Er hat das Buch nicht immer nur ein Buch sein lassen und die Geschichte nicht immer nur eine Geschichte. Er hat ein Mehr gezaubert und aus diesem Roman ein kleines Kunstwerk gezaubert. Dieses Kunstwerk schafft es sogar, die wirklich etwas düstere und zeitweise auch bedrückende Handlung in einem Licht erstrahlen zu lassen, das die ganze Schwere wegnimmt und sie gut lesbar und den Leser nicht allzu traurig macht.

Ich würde Das Licht der letzten Tage gerne als einen Sci-Fi und einen Endzeitroman beschreiben und teilweise trifft diese Bezeichnung auch zu. Dennoch spielt das Buch nicht nur in der Zukunft, in der Zeit nach der Georgischen Grippe, die fast die ganze Menschheit ausgerottet hat und die Zivilisation hat zusammenstürzen lassen. Es zeigt uns die Vergangenheit einzelner Charaktere und solcher, die längst gestorben sind. Es zeigt uns eine Vergangenheit einige Tage vor dem Ausbruch des Virus und eine, die weiter entfernt liegt und führt uns dennoch immer wieder zurück in die Zukunft. Und nicht nur dorthin. Auch ein Comic-Buch, ein Theaterstück, Briefe und ein Interview sind für die Geschichte wichtig und nehmen ihren individuellen Platz darin ein. So entstehen viele Episoden und Passagen, die für mich am Anfang nicht recht zusammenpassen sollen und doch am Ende funktioniert haben. Allerdings mit einem schweren Start.

Auch die enorme Anzahl der Charaktere und auch der Erzählperspektiven haben es mir nicht immer leicht gemacht, gut durchs Buch zu kommen. Bis zum Schluss wusste ich von einigen nicht, wer sie genau sind und woher sie kommen. Viele sind zu undurchsichtig und nur die, die wirklich zu Wort kommen haben ein genaueres Bild vor meinen Augen entstehen lassen. Darunter viele Charaktere, die ich sofort geliebt habe aber auch andere, die mir weniger sympathisch waren.


Letztendlich sehe ich Das Licht der letzten Tage als ein kleines Kunstwerk an. Ein Kunstwerk mit Macken, das nicht immer funktioniert und ein Kunstwerk, das sich mir nicht immer ganz erschließt und das nur nach sehr langem Betrachten verstanden werden kann. Aber es ist und bleibt ein Kunstwerk mit einem Ende, das mich zufriedenstellt und das mich noch lange über diese sonderbare Geschichte nachdenken lässt.



Shortlist:


Genre: Endzeitroman, Sci-Fi

Themen: Weltuntergang, Endzeit, Katastrophe, Nachdenken, Reflektion

Idee & Umsetzung: Idee ist völlig neu, Umsetzung funktioniert aber erst sehr spät wirklich gut

Setting: Amerika nach dem Untergang, Toronto

Stimmung/Atmosphäre: düster und bedrückend, melancholisch
Charaktere: sehr viele, teils sehr undurchsichtig

Protagonist/in: verschiedene Erzählinstanzen, verschiedene Charakterzüge und Eigenarten

Schreibstil: poetisch


Ende: etwas offen jedoch zufriedenstellend, ein Happy End kann erahnt werden



Das Licht der letzen Tage ging für mich nicht immer ganz auf. Ich kam sehr schlecht in die Geschichte rein und konnte erst spät einen roten Faden erkennen. Auch die Charaktere waren einfach zu viele. Allerdings macht der wundervolle Schreibstil so einiges wett und auch gegen Ende, sobald einiges aufgeklärt wurde, hat das Lesen deutlich mehr Spaß gemacht. Ich vergebe an Das Licht der letzten Tage 3,5 von 5 Füchschen, die ich auf 3 Füchschen abrunden möchte.




Vielen herzlichen Dank an Piper für das schöne *Rezensionsexemplar.


#01 | How to start - Wie gründe ich meinen eigenen Blog?



Quelle: pinterest

Oft bekomme ich ganz liebe Mails von euch und sehr oft drehen sie sich auch um Fragen rund um das Bloggen und den eigenen Blog. Ich weiß, dass der Großteil von euch einen eigenen Blog hat und schon fleißig am Bloggen ist. Aber es gibt immer noch sehr viele, die überlegen einen Blog zu starten und wenn es euch so geht, wie mir früher, dann weiß man oft nicht, wie und wo man anfangen soll und hat anfangs einige Probleme in der Blogger-Szene durchzublicken. Deshalb habe ich beschlossen ,eine Reihe auf dem Blog zu beginnen, in der es um das Bloggen geht. Während sich die ersten Beiträge noch an die absoluten Beginner richten, werden spätere Beiträge auch für alle interessant sein, die schon länger dabei sind. Momentan habe ich 11 Posts zur Reihe geplant, die in unregelmäßigen Abständen erscheinen. Es können aber durchaus auch mehr werden.

Heute möchte ich mich an all die richten, die noch keinen eigenen Blog haben, jedoch mit dem Gedanken spielen einen zu erstellen. Vor allen anderen Dingen solltet ihr erst einmal sicher sein, dass ihr das auch sicher wollt. Ein Blog erfordert viel Zeit und Arbeit um erfolgreich zu sein. Deshalb habe ich euch eine kleine Checkliste inkl. Tipps zusammengestellt:

Checkliste: Ist ein Blog was für mich?


☑ Hast du genug Zeit für deinen Blog? Tipp: Überlege wie viel Freizeit dir momentan neben Schule, Uni oder Arbeit bleiben? Hast du viel Freizeit oder hast du aufwändige Hobbys? Schau auch mal in die Zukunft. Der Wechsel auf eine höhere Schule oder ähnlichem ist oft mit weniger Zeit verbunden. Es wäre schade, wenn du deinen Blog schon nach kurzer Zeit aufgeben musst.

☑ Hast du ein Thema das dich antreibt? Tipp: Ein guter Blog kennzeichnet sich, ganz abgesehen davon, wie viel man bloggt, dadurch, dass der Autor hinter dem Thema des Blogs steht. Gibt es etwas das dich wirklich bewegt und worüber du schreiben willst?

☑ Kannst und willst du schreiben? Tipp: Auch wenn ein Blog sich nicht primär um Bücher oder das Schreiben dreht, ist es wichtig guten Content zu schreiben und das geht natürlich nur, wenn du auch Lust und ein Talent hast, dich journalistisch zu betätigen. Hast du schon Erfahrungen in dem Gebiet oder sind dir Aufsätze in der Schule schon immer leicht gefallen? Wenn du dir noch unsicher bist, dann versuche es doch mal mit einem Gastbeitrag auf einem Blog, den du liest. 

Alle Punkte treffen auf dich zu und du bist dir sicher, dass du einen Blog eröffnen willst? Super dann kann's losgehen. Jetzt gibt es aber allerhand zu beachten. 


Wo mache ich das?

Es gibt viele Portale, auf denen du deinen eigenen Blog einrichten kannst. Die bekanntesten sind Wordpress und Blogspot. Zu Wordpress kann ich leider nichts sagen, da mein Blog bei Blogspot ist und auch immer war. Aber egal für welchen der beiden Dienste ihr euch entscheidet, sie geben euch definitiv viel Hilfestellung und unterstützen euch beim Design und Co, sodass ihr nicht zwangsläufig mit HTML und CSS auskennen müsst.

Wie mache ich das am besten?


Was beim gründen eines Blogs am wichtigsten ist, das ist der Name und die dazugehörige URL des Blogs. Macht euch hierfür definitiv sehr viele und sehr lange Gedanken denn ist die URL einmal festgelegt könnt ihr sie nicht mehr ändern, ohne dass es Konsequenzen für euch, euren Blog und eure Follower habt. Seid kreativ bei der Namenswahl und schafft euch keinen Namen ohne Wiedererkennungswert an. Hier ein paar Tipps zur Namensfindung:

  • Passe ihn auf dein Blogthema an. Gründest du einen Buchblog, versuche irgendwelche Wörter in deinen Namen zu bauen, die dein Leser sofort erkennen lassen, was das Hauptthema deine Blogs ist. Egal ob Buch oder Book, lesen oder reading, zeig deinen Lesern über was du blogst!

  • Nimm keine 0815-Namen. Auf der Buchmesse wurde ich ganz oft erkannt mit den Worten: Aaah, du bist von Miss Foxy reads. Du hast den Blog mit dem süßen Fuchs. Das macht mich sehr stolz denn meine Leser verbinden meinen Blog mit dem Fuchs und so werde ich gut erkannt. Der Effekt wäre nicht so groß, würde ich Jules Bücherwelt heißen und ich bin der festen Überzeugung, dass es solch einen Blognamen sicher irgendwo in den Weiten des Internets gibt. Lasst die Finger von xys Bücherwelt oder xy liest, es sei denn ihr habt einen Namen, der sehr ungewöhnlich ist und der hohen Wiedererkennungswert hat. 

  • Such dir stattdessen etwas anderes Prägnantes. Hast du einen besonderen Spitznamen, ein Lieblingstier oder vielleicht einen Lieblingsspruch? Verknüpfe ihn mit einem Begriff rund ums Lesen und du erhälst einen ganz besonderen und einzigartigen Namen. Gute Beispiele sind zum Beispiel Kueckibooks, Little Words, Miss Happyreading oder Books&Senses um mal ein paar Namen zu nennen.
Steht der Name, solltest du darauf achten, dass deine Blog-URL am besten genauso heißt, damit du nicht unnötig Verwirrung stiftest. Ist diese URL nicht mehr verfügbar, ändere sie einfach geringfügig aber. Nachdem du deinen Blog gestartet hast, solltest du im nächsten Schritt schauen, dass du alles erst einmal provisorisch einrichtest. Was alles zu einem Buchblog gehören kann, das erfährst du in einem späteren Post und auch aus das Design komme ich noch einmal zu sprechen. Für den Anfang ist es wichtig, dass du deinen Blog erst einmal ein wenig ansehlich gestaltest und wichtige Seiten, wie das Impressum einfügst. Auch die Sidebar solltest du schon mit Möglichkeiten zum folgen füllen und vielleicht schon einmal etwas über dich erzählen. Dann startest du mit einem kleinen Willkommenspost, in dem du dich vorstellst und erzählst, was man auf deinem Blog finden kann,  und das Grundgerüst steht.

Möglichkeiten zum Folgen:


Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, wie man dir und deinem Blog im Netz folgen kann. Bevor ich in einem späteren Post auf verschiedene Social Media Kanäle zurückkomme, nenne ich euch erst einige Follow-Dienste:

  • Google+: Wer ein Google Konto hat, der hat auch Google+. Über das Layout Menü kannst du ein Follow Widget für diesen Dienst einrichten und an die Sidebar pinnen. Nun können andere Google+-Nutzer sich deine neusten Beiträge auf ihrer Startseite anzeigen lassen. (Blogspot!)

  • GFC: Der wohl bekannteste und auch mein favorisierter  Follow-Dienst ist Google Friend Connect. Genauso wie Google+ kannst du über das Layout Menü ein Widget von diesem Dienst deiner Sidebar hinzufügen. Meist ist es sogar schon direkt angeheftet. Der Vorteil von GFC ist, dass deine Follower die neusten Beiträge deines Blogs direkt auf ihrem Blogger Dashboard angezeigt bekommen. (Blogspot!)

  • Per E-Mail folgen: Auch diesen Dienst kannst du per Widget deinem Blog hinzufügen. Eine tolle Möglichkeit für alle, die kein Google Konto oder eben einen Blog auf Wordpress haben, dir zu folgen. Per Email wird man über alle neuen Beiträge deines Blogs informiert und durch einen Link kommt man dann direkt auf deine Postseite.

  • Bloglovin und Blogconnect: Das sind zwei Dienste, die sich außerhalb von Google bewegen. Hier musst du deinen Blog erst einmal registrieren und kannst dann auch dort Follower sammeln. Auch hier ist es der perfekte Weg, Nicht-Blogger und Nicht-Blogspot-Menschen über neue Beiträge zu informieren. Auf den jeweiligen Seiten bekommt ihr Widgets, die ihr auf eurer Sidebar anheften könnt. Ich selbst benutze neben den oben genannten Diensten Bloglovin und bin sehr zufrieden. 

Wie wird mein Blog bekannt? 


Viele Blogger fristen noch nach Jahren ein völlig unbekanntes Dasein. Ich selbst habe recht schnell einige Follower bekommen und wurde schon häufig gefragt, wie ich das gemacht habe. Das Geheimrezept ist eigentlich nichts unbekanntes: Steht in Kontakt mit anderen Bloggern. Na klar, erst einmal in der Bloggerszene anzukommen ist schwer. Aber dennoch, sucht euch Blogs, die ihr mögt oder vielleicht schon länger lest und macht auf euch aufmerksam. Schreibt Kommentare. Am besten etwas längere und freundliche, die erkennen lassen, dass ihr den zugehörigen Post gelesen habt. Setzt unter euren Namen den Link zum Blog und seid nicht so aufdringlich. Blogger, die ihre Kommentare aufmerksam lesen, werden über euren Blog stolpern und ihm folgen, wenn er ihnen zusagt. Eine andere Möglichkeit ist es, an Aktionen teilzunehmen. Lesenächte, Challenges und Co. eignen sich besonders gut denn euer Blog wird von meist größeren Seiten verlinkt und ihr bekommt so automatisch mehr Beachtung. Aber vergesst nie: Das alles benötigt eine Menge Zeit und Geduld. Aber die lohnt sich. Denn macht ihr alles richtig, dann etabliert ihr euch nach und nach in der Bloggerwelt.

Ich hoffe, mein erster Leitfaden konnte euch helfen und ein paar gute Tipps geben. Ich freue mich wie immer über Feedback und bin gespannt, was ihr zu den anderen Teilen der Reihe sagt. Beim nächsten Mal geht es übrigens um das Thema: Was braucht ein Buchblog.


xoxo, Jule

[Rezension] Die 100: Tag 21 - Kass Morgan





Titel: Die 100: Tag 21
Autor: Kass Morgan
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 19.10.2015
Übersetzer: Michaela Link
Format: Paperback
Seiten: 320
Preis:  12.99€ (D) Kaufen?  


Reihe: Die 100 || Die 100 - Tag 21 || Die 100 - Heimkehr









Seit Jahrhunderten hat kein Mensch mehr einen Fuß auf die Erde gesetzt – bis jetzt


100 jugendliche Straftäter wurden aus dem Weltraum entsandt, um die Erde nach einer Nuklearkatastrophe erneut zu besiedeln. Eine völlig entvölkerte Erde – das dachten sie. Falsch gedacht.

Komplett überraschend wird das Camp der Jugendlichen von Erdgeborenen überfallen - ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Wells versucht, die Überlebenden in Sicherheit zu bringen, muss aber gegen Anfeindungen aus der eigenen Gruppe kämpfen. Bellamy ist währenddessen auf der verzweifelten Suche nach seiner Schwester Octavia, die spurlos verschwunden ist. Die mutige Clarke, die in ihren Gefühlen zwischen ihm und Wells schwankt, hilft ihm dabei - und stößt auf ein grässliches Geheimnis. Gleichzeitig droht auf den Raumschiffen der Sauerstoff auszugehen. Das Überleben der Menschen hängt am seidenen Faden. (Quelle: Verlag)



Die 100 – Tag 21 von Kass Morgan ist der zweite Teil der Die 100-Trilogie basierend auf der gleichnamigen Serie The 100. Das Buch unterscheidet sich erheblich von der Serie. Solltet ihr also Band 1 der Trilogie noch nicht gelesen haben, findet ihr hier Spoiler.




Die Serie The 100 begeistert mich schon seit Sendestart und auch vom ersten Teil der Trilogie war ich sehr begeistert. So war für mich klar, dass ich die Fortsetzung der Reihe recht bald lesen muss und das habe ich auch direkt nach dem Erscheinen getan. Während ich den ersten Teil immer sehr stark mit der Serie verglichen habe, Unterschiede und Gemeinsamkeiten erkannt habe und diese bewertet habe, wollte ich dies beim zweiten Teil der Trilogie nicht mehr tun sondern diese vielmehr als ein eigenständiges Konstrukt betrachten. Denn wie all die wissen, die den Auftakt der Trilogie schon gelesen haben und die Serie ebenfalls verfolgen: die Unterschiede sind gigantisch.
Während die Handlung von Die 100 noch still und leise vor sich hinplätschert, geht es in Tag 21 gleich richtig los. Auf brutale Gewaltszenen wird verzichtet aber dennoch wird eine Menge Spannung gekonnt in der Story verpackt. Die kommt vor allen Dingen auch wieder durch die Perspektivenwechsel zwischen Clarke, Bellamy, Glass und Wells zustande. Auch hier hat sich die Sicht von Glass, die sich noch immer auf dem Schiff befindet, bei mir mal wieder durchgesetzt. Ich find es unglaublich spannend, was auf dem Schiff in der Zeit der Sauerstoffknappheit passiert und Glass hat dafür einen sehr guten und auch sehr interessanten Blickwinkel.

Die Rückblenden in die Vergangenheit werden weniger, dafür häufen sich jedoch die Rätsel und Probleme in der Gegenwart. Während Glass das Ziel hat, das Raumschiff zu verlassen und auf die Erde zu gelangen, um nicht sterben zu müssen, kämpfen die 100 gleich mit mehreren anderen Problemen. Bellamy ist verzweifelt auf der Suche nach Octavia und muss sich mit einem Problem bezüglich der Liebe stellen. Dieses Problem haben Wells und Clarke auch aber während Wells sich mit der Einheit der 100 und deren Fügung unter einem Anführer herumschlagen muss, versucht Clarke eine Krankheitswelle zu bekämpfen und gleichzeitig mit den plötzlich auftauchenden Erdgeborenen zu verhandeln.


In de Handlung tauchen viele Rätsel und Probleme auf, die in der Serie völlig unbekannt sind und die und ein paar tolle Wendungen haben mich dazu gebracht, Serie und Buch einfach nicht mehr zu vergleichen und wenn ich ehrlich bin, gefällt mir das Buch sogar momentan ein bisschen besser. Die Probleme und Entdeckungen gehen tiefer und in eine völlig andere Richtung und ich finde die Idee, die Kass Morgan da hatte einfach nur genial.  Ich möchte gar nicht mehr abwarten, bis Die 100 – Heimkehr im Mai 2016 erscheint sondern am liebsten jetzt schon das Ende lesen. Da muss ich mich aber noch einige Zeit gedulden. 




Buch und Serie sind nicht mehr zu vergleichen! Das Buch toppt für mich die Serie durch seine Protagonisten, die enorme und doch gewaltfreie Spannung und die unzähligen neuen Rätsel und Wendungen. Kass Morgan hat mit Tag 21 eine erfolgreiche und absolut perfekte Reihenfortsetzung geschaffen, die von mir 5 von 5 Füchschen verdient.




Vielen herzlichen Dank an Heyne für das tolle *Rezensionsexemplar.