[Rezension] Liebe, M.A. - Lina Barold





Titel: Liebe, M.A.
Autor: Lina Barold
Verlag: feelings by Droemer Knaur
Erscheinungsdatum: 24.08.2015
Übersetzer: -
Format: eBook
Seiten: 500
Preis:  6.99€ (D) Kaufen? Verlag Amazon

Reihe: Studium Emotionale || Liebe, M.A.








Als Sira nach einigen Monaten der Funkstille ihrem ehemaligen Professor Silvan Heinrich von Lengenfeld wieder begegnet, flammt die Affäre zwischen den beiden erneut auf. Doch welche Absichten verfolgt Silvan dieses Mal? Kann Sira ihm vertrauen? Und dann erscheint plötzlich jemand auf der Bildfläche, mit dem Sira nicht gerechnet hätte; jemand, mit dem so vieles einfacher erscheint als mit Silvan. Neben ihrem Studienabschluss und einem neuen Job muss Sira sich mit der Frage auseinandersetzen, was sie eigentlich vom Leben und der Liebe erwartet.
Das Autorenduo Lina Barold erzählt in lakonisch-humorvoller Weise mit viel Wortwitz und Verve, bei der aber auch Gefühle, Sinnlichkeit und Dramatik nicht zu kurz kommen, die Geschichte von Sira und Silvan bis zum bittersüßen Ende und stellt dabei die Frage, welche Art von Beziehung überhaupt möglich ist, wenn man nicht mit- aber auch nicht ohneeinander kann. (Quelle: Verlag)



Endlich! Nach langem Warten durfte ich nun endlich lesen, wie die Geschichte um Sira und Silvan ausgeht. Der Cliffhanger nach Studium Emotionale war ja schon sehr fies und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie erleichtert ich war, als ich Liebe, M.A. endlich auf dem Reader hatte. Weil die Dilogie eine Reihe ist, die ich wirklich jedem ans Herz legen will, werde ich im ersten Teil der Rezi absolut spoilerfrei auf beide Teile eingehen und dann in einem zweiten Teil, nach Spoilerwarnung, noch einmal mehr auf den Abschluss eingehen.

Wieso liebe ich die Reihe um Sira und Silvan so unglaublich? Ich bin ja ein echter Jugendromanfan und wenn ich ehrlich bin, brauche ich das auch unbedingt als Abwechslung zu den ganzen Uni-Fachtexten. Greife ich dann mal zu etwas, was nicht aus diesem Genre kommt, dann muss es etwas sein, das mich sehr interessiert. So war es auch bei den Büchern von Lina Barold. Angezogen von dem Wort Goethe war ich sofort interessiert und das ganz berechtigt. Die Reihe ist ein tolle Mischung aus YA (und das teilweise ganz schön sarkastisch. Kleiner Tipp von mir: eine absolute Kaufempfehlung für alle, die Shades of Grey nicht so ganz ernst nehmen können) und einer schönen Liebesgeschichte im Academic Stil. Ich habe es immer geliebt von Siras Problemchen an der Uni zu lesen und musste jedes Mal schmunzeln, wenn ich an meine eigene Uni erinnert wurde. So richtet sich Studium emotionale und Liebe, M.A. definitiv auch an etwas jüngere Leser, die gerade studieren oder kurz davor stehen. Was im Buch definitiv auch nicht zu kurz kommen darf, ist Intermedialität. Für alle, die nicht unbedingt Germanistik studieren und sich nun denken HÄ?, Intermedialität ist gegeben, wenn in einem Werk Hinweise auf andere Werke zu finden sind. So sparen die beiden Autorinnen hinter Lina Barold nicht, wenn es auf lustige Verweise auf Harry Potter, Herr der Ringe, Shades of Grey, Panem und Co. geht und das hat mein Literaturherz neben meiner Liebe zu Goethe höher schlagen lassen.

Oft höre ich, dass die Reihe um Sira und Silvan ein Erotikroman ist. Das muss und will ich hier einfach nennen, denn das stimmt so einfach nicht und ich habe das große Bedürfnis dies in meiner Rezension richtig zu stellen. Es beinhaltet vielleicht ein wenig mehr Sexszenen als Liebesromane von Cecilia Ahern oder Sophie Kinsella, diese sind jedoch sehr schön beschrieben und können mehr mit YA verglichen werden, als mit Erotik. Darüber hinaus steht die Gefühlswelt von Sira auch sehr hoch über den Erotikszenen und was da Buch ohnehin hat ist ein perfekter Humor. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich gelacht habe, wenn Sira beispielsweise eine Sekretärin an der Uni mit Sauron vergleicht oder ihr mal wieder etwas Peinliches passiert.

Die Dilogie vereint eine tolle YA Liebesgeschichte, eine Academic Romance und ganz viel Humor und schafft so zwei wundervolle Bücher, die ich jedem YA Fan ans Herz legen kann.


SPOILER FÜR ALLE, DIE STUSIUM EMOTIONALE NICHT KENNEN

Auch Liebe, M.A. kann problemlos mit seinem Vorgänger mithalten. Ich finde sogar, dass sich die beiden Autorinnen noch einmal ein kleines Stück gesteigert haben, denn ich glaube, ich mag Liebe, M.A. noch ein kleines Stück mehr.

Anfangs war ich ja nicht wirklich ein Fan von Silvan. Das hat sich durch das ganze erste Buch gezogen und auch am Anfang von Band 2 war ich noch nicht so begeistert von ihm. Irgendwann hat es dann aber klick gemacht und ich war absolut Team Silvan. Daran konnte auch Erik nichts ändern, der im Verlauf der Handlung wieder aufgetaucht ist und den ich in Studium emotionale so mochte. Sira hat meiner Meinung nach auch eine sehr tolle Entwicklung hingelegt. Sie ist nicht mehr die verklemmte, schüchterne und unscheinbare Studentin sondern ist deutlich selbstbewusster geworden, sich selbst jedoch treu geblieben. Diese Entwicklung geht in Liebe, M.A. noch weiter. Und das sehr positiv.

Auch die Vereinssache wird weiter erklärt und ausgebaut. Das fand ich persönlich sehr wichtig und findet auch einen sehr schönen Abschluss. Bei Sira und Silvan ist es allerdings komplizierter und ich musste das eine oder andere Mal wirklich schlucken. Man weiß nie so wirklich, was nun bei Silvan so Sache ist. Es geht bei den beiden in ungefähr so weiter, wie in Studium emotionale und man zittert wirklich bis zur letzten Minute. Womit wir auch schon zum Ende kommen. Das Ende hat mich erst einmal schockiert. Wirklich. Ich war sprachlos, ich dachte mir: Ist das nun wahr? Aber es war wirklich so. Nach längerem Überlegen finde ich das Ende zwar überraschend und unkonventionell aber es passt perfekt zur Geschichte und trotz meines ersten Schocks bin ich sehr zufrieden und ihr werdet es sicher auch sein.

SPOILERENDE



Mein absolutes Highlight war ja das Kapitel, in dem Sira und Silvan nach Wetzlar, meiner Heimat, reisen. Ich konnte mir jede Szene lebhaft vorstellen, da sie an alle tollen Orte gereist sind, die ich an meiner Stadt so sehr liebe. Und zusätzlich erinnert es mich an den tollen Tag, den ich mit Nina und Anna in Wetzlar verbringen durfte. An dieser Stelle möchte ich mich bei den beiden dafür bedanken und für meinen Namen in der Danksagung. Was für eine besondere Ehre.



Liebe, M.A. kann mit Studium Emotionale mithalten bzw. es hat sich sogar noch einmal gesteigert. Mit viel Charme und Humor hat das Autorenduo einen tollen Abschluss der Liebesgeschichte von Silvan und Sira geschrieben und natürlich darf weder Goethe fehlen noch die Anspielungen auf viele bekannte Bücher und Filme. Dafür gibt es von mir 5 von 5 Füchschen und ich kann Liebe, M.A. bzw. die gesamte Dilogie jedem YA Fan empfehlen.



Vielen herzlichen Dank an feelings by Knaur für das tolle *Rezensionsexemplar.




Tipps für das Schreiben von Rezensionen zu schlechten Büchern

Hallo meine Lieben,

in letzter Zeit stand ich vor der schwierigen Aufgabe Bücher zu rezensieren, die mir leider nicht wirklich gefallen haben. Wie ich feststellen musste, ist es deutlich schwieriger eine gute schlechte Rezension zu schreiben, als eine gute gute Rezension. Vielen von euch geht es sicher so wie mir und ihr habt Angst schlechte Rezensionen zu schreiben. Ich habe mich mit dem Thema sehr oft auseinander gesetzt und Stück für Stück diese Angst verloren. Deshalb möchte ich euch in meinem heutigen Post ein paar Dos und Donts mitgeben. 

Was solltet ihr kritisieren... und was nicht


Das klingt auf den ersten Blick ziemlich doof. Natürlich kann man alles loben oder kritisieren. Das heißt jedoch nicht, dass man das auch sollte. Völlig okay ist es, wenn ihr den Schreibstil kritisiert, die Charaktere, den Weltentwurf, die Handlung etc. Ihr bewertet eine Geschichte, das Inhaltliche eines Buches, für das der Autor verantwortlich ist, der auf dem Cover steht. Wenn das, was der Autor produziert hat dazu führt, dass ihr das Buch nicht mochtet oder es schlecht bewerten wollt dann tut das. Aber angemessen. Was meiner Meinung nach nicht wirklich bzw. nicht ausschlaggebend zu einer schlechten Rezension und damit einhergehend zu einer niedrigen Bewertung gehören sollte, ist, wenn ihr nicht zufrieden seid mit dem Cover, der Schriftgröße oder der Entscheidung darüber, in wie viele Bände die Geschichte verpackt wird. Genau diese Kritik sollte in eurer Rezension einen sehr geringen Stellenwert haben, denn an all den Dingen ist in der Regel nicht der Autor schuld. Verlage bestimmen über all diese Details und Autoren haben meistens sehr wenig Mitsprachrecht und dürfen in vielen Fällen nicht mal zwischen mehreren Covern etc wählen.

Redet nichts schön aber gebt konstruktive Kritik


Häufig lese ich Rezensionen ohne vorher zu schauen bzw. zu wissen, wie das Buch vom Rezensenten bewertet wurde. Ich bekomme beim Lesen dann jedoch häufig den Eindruck, dass derjenige das Buch nicht schlecht fand und falle dann aus allen Wolken, wenn ich sehe, dass es letztendlich nur 1 oder 2 Sterne gab. Redet nichts schön! Der Leser sollte schon im Hauptteil eurer Rezension erkennen können, ob ihr das Buch mochtet oder nicht. Dazu gehört eben leider auch die Dinge, die euch nicht gefallen haben zu kritisieren. Und diese negative Kritik ist bei einem nicht gemochten Buch eben automatisch der größte Teil der Rezension und sollte überwiegen. Beschönigt nichts und sagt ehrlich eure Meinung. Aber konstruktiv. Leere Phrasen wie "Der Schreibstil war doof." oder "Irgendwie haben mir die Charaktere nicht gefallen." haben in einer Rezension nichts verloren. Begründe, warum dir das nicht gefallen hat. Schreibe Dinge, wie "Die Autorin hat für meinen Geschmack viel zu kurze Sätze geschrieben, die sehr abgehackt waren. So kam ich nicht ins Lesen rein." oder "Besonders mit der Protagonistin konnte ich mich nicht identifizieren. Viel zu oft hat sie sehr naiv und unverständlich gehandelt." Das hilft sowohl dem Verlag als auch dem Autor, der vielleicht auch auf deine Rezension stößt und deine negative Rezension bekommt so schnell mehr Wert für die Verlage und Autoren. 

Auf die Wortwahl kommt es an


via GIPHY

Dieser Abschnitt ist der wohl längste. Das kommt daher, dass ich persönlich ihn auch am wichtigsten finde und mich genau dieser Punkt hauptsächlich dazu bewogen hat, diesen Beitrag zu schreiben. Wenn ihr auf Goodreads aktiv seid, dnn kennt ihr sie bestimmt: die Hassrezensionen. Seid ihr noch nie über eine solche gestolpert? Hassrezenesionen sind sehr beliebt, man findet sie bei fast allen Büchern und kennzeichnen sich durch eine sehr sarkastische Wortwahl, viele GIFs oder Zeichnungen und meistens sehr viele begeisterte Kommentare von Fans der Rezensenten. Wieso diese so viele Fans haben ist klar. Die äußerst kritische Meinung ist ganz amüsant zu lesen und gerade wenn man ein Buch selbst nicht so toll fand kann das auch eine tolle Bestätigung des eigenen Empfindens sein. Für uns wäre das ganz lukrativ. Viele Fans, begeisterte Anhänger usw. Ich bin KEIN Fan solcher Rezensionen. Werden sie zu sehr bekannten Büchern geschrieben, die teilweise sehr gehyped werden ist es noch ok. Ok. Nicht gut! Die Autoren dieser Bücher haben eine Fangemeinde, viele Menschen, die die Bücher lesen und bekommen tagtägliche viele positive Rezensionen. Da tut es eine Hater-Rezi mehr oder weniger auch nicht. Leider entdecke ich ziemlich oft jedoch auch solche Rezensionen bei kleineren Autoren, unbekannteren Büchern und leider mittlerweile auch schon bei weniger internationalen Portalen, wie zum Beispiel lovelybooks. 
Kommen wir nun zu diesem Punkt, der mich an den Rezensionen stört: der Tonfall. Damit diese Rezensionen lustig werden bedarf es einer, wie ich finde, sehr unangebrachten Wortwahl, die ein bisschen ins beschimpfen und lästern geht. Irgendwann habe ich mich einmal gefragt, wie ich mich fühlen würde, wenn ich eine Rezension zu einem Buch von MIR lesen würde. Das Ergebnis ist: Ich wäre unglaublich verletzt. 
Neulich erreichte mich eine super liebe Nachricht von einer Autorin, die meine Rezension zu ihrem Debütroman gelesen hat und sich sehr darüber gefreut hat. Ich habe einige Zeit vorher eine Hassrezension zum Buch gelesen und plötzlich war das oben beschriebene Szenario ziemlich real. Denn wenn die Autorin meine Rezension gefunden hat, vielleicht auch direkt danach gesucht hat, wer sagt dann, dass sie die andere nicht auch findet?
Deshalb mein Rat an euch. Befolgt die beiden Punkte oben. Schreibt die richtige Kritik und schreibt sie konstruktiv. Aber bitte, bitte, bitte oder wie Simba und Nala es sagen würden: Pleease übt diese Kritik mit freundlichen Worten, die euch selbst auch nicht verletzen würden. 

Das wars nun auch schon. Mit diesen goldenen drei Regeln wird es euch hoffentlich in nächster Zeit leichter fallen schlechte Bewertungen zu schreiben. Ich hoffe, ich konnte euch helfen und wertvolle Tipps geben!



Jule♥

[Rezension] Die 100 - Kass Morgan





Titel: Die 100
Autor: Cass Morgan
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 27.07.2015
Übersetzer: Michael Pfingstl
Format: eBook (auch als Paperback erhältlich)
Seiten: 320
Preis:  12.99€ (D) Kaufen? Oder als eBook: Amazon Verlag


Reihe: Die 100 || Die 100 - Tag 21 || Die 100 - Heimkehr








Eine packende Mischung aus »Der Herr der Fliegen« und »Die Tribute von Panem«


Seit einem vernichtenden Atomkrieg lebt die Menschheit auf Raumschiffen. 300 Jahre lang hat niemand mehr die Erde betreten. Doch nun sollen 100 jugendliche Straftäter das Unmögliche wagen: zurückkehren und herausfinden, ob ein Leben auf dem blauen Planeten wieder möglich ist. Doch was die idealistische Clarke, der geheimnisvolle Bellamy und die anderen Verurteilten nach ihrer Ankunft vorfinden, raubt ihnen den Atem. Ein tödliches Abenteuer beginnt, auf das sie kein Training der Welt hätte vorbereiten können ... (Quelle: Verlag)




 Ich bin ein großer Fan der Serie The 100. Die erste Staffel lief bereits auf Pro7 und die zweite beginnt auch endlich Anfang Oktober. Schnell stand für mich fest, dass ich die Romanvorlage von Kass Morgan unbedingt lesen muss. Ein bisschen Angst hatte ich schon, dass mir der Roman nicht gefallen würde. Man kennt es ja von vielen Buchverfilmungen. Hat man das Buch erst mal geliebt, erscheint die Verfilmung oft nur mittelmäßig. Bei Die 100 befürchtete ich, dass es genau anders herum ist. Entweder, dachte ich mir, ist die Romanvorlage so nah an der Serie, dass ich mich langweile oder sie unterscheidet sich so extrem, dass ich sie deshalb nicht mögen werde.

Zwar war letzteres der Fall, dennoch kann ich jetzt schon sagen, dass ich das Buch nicht hasse sondern liebe! Es gibt wirklich viele Unterschiede zwischen Buch und Serie. Das betrifft auf der einen Seite viele Charaktere, die teilweise anders sind, teilweise im Buch und nicht in der Serie spielen und umgekehrt. Aber auch das Leben auf der Ark ist ein wenig anders. Das sind die einzigen, wenn auch etwas größeren Unterschiede. Das Grundgeschehen, die 100 jugendlichen Straftäter, die auf die Erde geschickt werden, um zu testen, ob man dort wieder lebensfähig ist, bleibt das gleiche und bietet trotzdem eine gelungene Abwechslung zur Serie.

Erzählt wird Die 100 aus der Sicht von vier Jugendlichen. Neben Clarke, Wells und Bellamy, die wir auch schon aus der Serie kennen, hat auch Glass das Wort. Diese existiert leider in der Serie nicht. Leider, denn im Buch hat sie sich zu meiner absoluten Lieblingscharakterin entwickelt. Bevor sie mit 99 anderen Jugendlichen auf die Erde entwischt ist, gelingt ihr die Flucht und so erleben wir auch etwas von den Geschehnissen auf der Ark. Glass hat ebenso viele Geheimnisse, wie Wells, Clarke und Bellamy. Während des Lesens finden wir diese Stück für Stück heraus. Alle Kapitel sind durchsetzt von Rückblicken auf das Leben auf der Ark, auf wichtige Szenen in der Vergangenheit und machen so immer wieder ein bisschen neugieriger, was die Geschichte der vier ist. Nebenbei haben sie mit vielen Problemen auf der Ark und der Erde zu kämpfen, die uns teilweise schon aus der Serie bekannt sind.


Vom Schreibstil war ich sehr positiv überrascht. Ich habe das Buch so unglaublich schnell gelesen, dass es mir gar nicht vorkam, wie 320 Seiten sondern eher wie 100. Plötzlich war das Ende erreicht und ich war wirklich überrascht. Gerne hätte ich noch ein bisschen mehr Zeit in der Welt von Glass, Wells, Bellamy, Clarke und den anderen verbracht. Deshalb freue ich mich nun sehr auf Teil2 der Trilogie und verkürze mir die Wartezeit schon sehr bald mit Staffel 2.




Trotz anfänglichem Misstrauen hat mich Die 100 sehr begeistern können. Das Buch bietet eine tolle Abwechslung zur Serie und hat seinen ganz eigenen Charme. Es ist super schnell und angenehm zu lesen und toll gestaltete Charaktere und viele Geheimnisse sorgen für sehr viel Spannung. Ich gebe aus diesem Grund Die 100 5 von 5 Füchschen und bin gespannt auf Band 2.




Vielen herzlichen Dank an Heyne für das tolle *Rezensionsexemplar.




Lesenacht: Lesend neue Welten entdecken - Update Post



Huhu Lesefüchschen!

Hier ist nun endlich mein Update Post für die Lesenacht. Das ist auch der Ort, an dem ihr neben meinen Updates und natürlich den Fragen alle Teilnehmer finden könnt. Schaut doch auch mal bei den anderen rein und kommentiert fleißig.

Noch ein paar kleine Details zum Ablauf: 

- Die Fragen werden stündlich gestellt. Die erste kommt um 20 Uhr.

- Ihr findet die Fragen, abgesehen von der ersten um 20 Uhr, immer abwechselnd auf meinem und auf Sanjas Blog.

- Die Lesenacht hat kein Ende und ist Open End. Ich hoffe, ich halte relativ lange durch. Genauso Sanja. So lange wird es auch definitiv Fragen geben. Sollen wir beide vorher schlapp machen, dürft ihr natürlich noch beliebig lange weiterlesen.

- Solltet ihr zu müde sein und die Lesenacht an welchem Punkt auch immer für euch abbrechen, sagt uns doch einfach kurz per Kommentar oder per Aktualisierung eures Update-Posts Bescheid. Dann wissen wir, wer noch alles dabei ist.

- Es wäre sehr schön, wenn ihr neben den Fragen auch noch updatet, wie viel ihr bisher geschafft habt und in welchen Welten/Büchern ihr gestöbert habt.

Teilnehmer



Updates


18:40

In nicht mal mehr zwei Stunden ist es soweit! Sanja und ich freuen uns schon riesig und falls jemand von euch noch ganz kurzfristig mit einsteigen mag, ist das auf jeden Fall noch möglich. Ich bereite nun schon mal alles vor und werde noch was essen und dann geht es bald auch schon mit der ersten Frage los.


20:00

Jetzt geht es los! Zu Beginn haben wir die Standardfragen für euch: Erzählt uns, was ihr lest und zeigt uns euren Leseplatz!

Also ich werde es mir heute erst mal in meinem Sessel bequem machen und dann später erst in mein Bett wandern. Lese ich nur etwas kürzer, dann liege ich am liebsten nur im Bett. Aber um lästige Nackenschmerzen zu vermeiden, muss dann heute mal der Sessel dienen. 

An Büchern habe ich eine ganz schön große Leseliste vor mir. Mit Kücki zusammen beginne ich Die Brücke. Dann bin ich gerade mittendrin in der Welt von Black Blade und Red Rising. Falls ich jedoch später das Buch wechseln will und etwas ziemlich leichtes lesen mag, werde ich Royal III anfangen.

Die 21 Uhr Frage gibts übrigens bei mir und um 22 Uhr gehts bei Sanja weiter.





21:00

Die erste Stunde ist vorbei und ich bin gespannt, wie viel ihr geschafft habt! Nun kommen wir direkt zur nächsten Frage bzw. viel mehr Aufgabe. Stell dir vor, du könntest für eine Stunde in deine Buchwelt schlüpfen. Was genau würdest du in dieser Zeit tun?

Meine Welt ist dystopisch und in dem Teil, den ich gerade gelesen habe befinde ich mich in Indien. Könnte ich dort sein würde ich mir entweder die Tempel dort anschauen. Hätte ich allerdings mehr Lust auf etwas abenteuerliches würde ich versuchen, auf dem Trail zu laufen. Die Strafe, die mir dabei droht fände ich gar nicht so schlimm denn innerhalb von einer Stunde wäre ich ja wieder zurück.

Ich habe übrigens die ersten 59 Seiten in Die Brücke geschafft und habe eine Runde durch eure Blogs gedreht. Nun werde ich nach einer kurzen Rücksprache mit Kücki schauen ob ich erst einmal auf sie warte oder schon weiter lese.

22:00


Welche Buchwelt von allen bisherigen Büchern möchtest du einmal überfliegen können? Was würdest du gerne sehen?

Das ist wirklich eine sehr schwierige Frage. Nach Westeros darf ich ja dank meines tollen Bildbandes des öfteren reisen. Trotzdem wäre eine Reise dorthin sicher wunderschön. Am liebsten würde ich jedoch in die Welt von der Lilie-Dilogie von Sandra Regnier reisen. Also in die Zwit vom Sonnenkönig und dort am liebsten am Hofe von Versailles als Adelige leben.

Buchtechnisch habe ich nun ein bisschen weiter in Black Blade gelesen, da ich auf Kücki warten wollte und lese seit ein paar Minuten wieder weiter in Die Brücke. Bisher gefällt es mir richtig gut und ihr solltet es auch mal genauer ansehen!

23:00


Nun habe ich wieder eine Frage für euch: Manchmal werden unsere liebsten Buchwelten auf die Leinwand projiziert und sind als Filme im Kino zu sehen. Welche Welt wurde deinen Vorstellungen entsprechend besonders gut umgesetzt und welche gar nicht?

In diesem Sinne ist meine liebste Buchwelt wohl Panem. Ich habe mir alles immer exakt so vorgestellt, wie es letztendlich in den Filmen umgesetzt wurde. Die Arenen, Distrikt 12, das Kapitol und ja, auch 13. Für mich ist Panem allgemein eine tolle Verfilmung und hier wurde tolle Arbeit geleistet. Auch Hogwarts fand ich immer sehr treffend. Wobei ich sagen muss, dass ich die Bücher erst lesen durfte, als auch der erste Film raus kam, da meine Mama der Meinung war, dass ich vorher zu jung dafür war. Dementsprechend kann ich nicht sagen, ob meine Vorstellung von Hogwarts sich nicht irgendwie mit dem Filmhogwarts vermischt hat. Eine Buchwelt, die ich mir ganz anders vorgestellt habe, war die aus der Twilight Reihe. Das war glaube ich mein erster wirklich großer Verfilmungsschock (nach Tintenherz haha) denn ich habe mir auch Forks ganz anders vorgestellt. Ebenso wie das Haus der Cullens, Bellas Haus und das Reservat.

0:00

Mag eure aktuelle Protagonistin/euer aktuelle Protagonist eure Buchwelt? Findet sie/er sich in ihr zurecht oder warum hat sie/er Schwierigkeiten?

Meine beiden Protagonistinnen mögen ihre Buchwelt (einmal Indien in der Zukunft, einmal Afrika in der Zukunft) nicht. Ich weiß leider an dem Punkt, an dem ich nun mit dem Lesen bin noch nicht so wirklich, was ihnen passiert ist, dass sie aus ihrer Heimat fliehen wollen aber bei beiden ist irgendetwas geschehen. Und genau dieses Rätsel hält mich am Buch obwohl ich richtig müde bin.


Ich werde nun auch den PC aus machen. Es war eine tolle Lesenacht mit euch und eine schöne Organisation mit Sanja. Das wird definitiv nicht die letzte sein. Nun poste ich euch jedoch auch noch mal die letzte Frage für heute. Die könnt ihr auf 1:00 Uhr datieren oder auf jeden anderen Punkt denn sie lautet:

Nun ist es soweit. Ziehe dein persönliches Fazit zur Lesenacht. Wie hat sie dir gefallen? Haben Sanja und ich unseren Job gut gemacht? Wie viel hast du geschafft und bist du zufrieden mit deinem Lesefortschritt?

Da ich noch im Bett ein wenig weiterlesen werde, werde ich diese Frage erst morgen beantworten. Alle die, die bereits ausgestiegen sind dürfen diese Frage morgen auch noch sehr gerne beantworten. ♥

Gute Nacht, ich Lieben!

[Rezension] Liebe ist was für Idioten. Wie mich. - Sabine Schoder





Titel: Liebe ist was für Idioten. Wie mich. 
Autor: Sabine Schoder
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 23.07.2015
Übersetzer: -
Format: Softcover
Seiten: 350
Preis:  12.99€ (D) Kaufen?

Reihe: keine








*Eine Liebesgeschichte, so echt, dass sie weh tut – und so berauschend, dass sie süchtig macht*

Optimistisch gesehen ist Vikis Leben eine Vollkatastrophe. Da kann man schon mal aus Frust ein paar Tüten zu viel rauchen. Da kann es auch passieren, dass man nach einem Konzert mit dem Sänger der Band im Bett landet, obwohl man den eigentlich total bescheuert findet.

Wirklich.
Kein großes Ding.
So was passiert.
Aber ausgerechnet ihr?
Nein!
Ganz.
Sicher.
Nicht.

Oder vielleicht doch? (Quelle: Verlag)



Dieses Buch habe ich schon vor dem Erscheinen in vielen Neuheiten Posts auf anderen Blogs gesehen und alle waren begeistert und haben sich riesig auf Sabine Schoders Debüt gefreut. Ich war nicht so wirklich überzeugt. Das Cover hat mir nicht zugesagt und tut es auch immer noch nicht. Der Klappentext ist so naja und verspricht eigentlich nur einen stinknormalen Contemporary Roman. Zwar  habe ich das Buch auf meine gedankliche Wunschliste gesetzt, hätte der Fischer Verlag es mir jedoch nicht geschickt, wäre es dort vermutlich auch noch sehr lange geblieben.

Auch der Anfang hat meinen Eindruck verstärkt. Es startet wirklich alles sehr typisch und Vicky war mir nicht mal sympathisch. Natürlich hat sie eine Menge Probleme aber irgendwie schien sie mir zu biestig und selbstbemitleidend. Der ganze Eindruck hat sich jedoch Seite um Seite gebessert. Man spürt förmlich, wie Vicky im Verlauf der Handlung wächst und sich entwickelt, wie sie Tag für Tag eine bessere Version ihrer selbst wird. Wer es mir besonders angetan hat, eigentlich schon von der ersten Begegnung an, war Jay. Er ist eine tolle Mischung aus nett und absolut liebenswürdig plus eine kleine Portion Bad Boy. Er ist definitiv ein Kandidat zum verlieben und ich kann mir schon denken, weshalb er Vicky von der ersten Sekunde an den Kopf verdreht hat. Auch wenn diese sich anfangs komplett dagegen sträubt.

Seite für Seite bekam ich immer mehr den Eindruck, dass hinter der Geschichte mehr steckt, als nur ein Contemporary Roman. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten mit Vicky kam ich dank dem Schreibstil von Sabine Schroder, der mir sehr zugesagt hat, schnell ins Buch rein. Und immer war da etwas, das nicht wirklich greifbar war, etwas, was nicht stimmt, ein Geheimnis. Und egal wie genau ich gelesen habe, wie sehr ich einzelne Stellen nach Hinweisen durchsucht habe, ich kam einfach nicht darauf. Währenddessen stieg meine Spannung ins unermessliche. Und dann kam die Wahrheit. Mit einem großen Knall. Mitten in die unerwartet lockere und wunderschöne Liebesgeschichte von Vicky und Jay hinein.


Fast bricht es mir das Herz, dass ich euch nun nichts von dieser Auflösung erzählen kann. Sie hat mich zutiefst berührt und innerhalb weniger Worte hat sich Liebe ist was für Idioten. Wie mich. von einem sehr guten Buch hoch zu meinen Lieblingsbüchern katapultiert. Ich könnte euch sagen, das Buch war so gut, ich habe geweint. Das stimmt zwar aber ich bin nah am Wasser gebaut und so ist es nichts besonderes, wenn mich ein Buch zum Weinen bringt. Deshalb versuche ich es mit diesen Worten: Liebe ist was für Idioten. Wie mich. hat mich so sehr berührt, wie nur wenige Bücher zuvor. Ich habe gelacht, geweint, war verzweifelt, war erleichtert. Wenn ihr ein Fan von großen Gefühlen in Büchern seid, dann solltet ihr diesem Buch eine Chance geben.




Obwohl ich anfangs wenig begeistert war von Cover und Klappentext ist Liebe ist was für Idioten eines der besten Beispiele dafür, was hinter so manchem Buch steckt. Man findet keine typische Contemporary Geschichte sondern eine Handlung voller Geheimnisse, Spannung und natürlich viele Emotionen, die mich als Leserin teilweise ganz verrückt gemacht haben. Dafür gibt es von mir eine Leseempfehlung für euch alle und 5 von 5 Füchschen, für Sabine Schoders großartiges Debüt und mein Lieblingslesefüchschen oben drauf.



Vielen herzlichen Dank an Fischer für das tolle *Rezensionsexemplar.




[Ankündigung] Lesenacht - Zusammen reisen wir in neue Welten




Hallo ihr Lieben,

zusammen mit der lieben Sanja möchte ich sehr gerne morgen eine Lesenacht veranstalten. Wir haben schon ein bisschen was geplant, uns tolle Fragen für euch ausgedacht und wollen es alles unter folgendes Motto stellen:

Lesend neue Welten entdecken


Dem Genre sind keine Grenzen gesetzt und wir beide würden uns freuen, wenn ihr Lust hättet mitzumachen. Egal ob ihr mit Katniss, Darrow und Co. dystopische Welten entdeckt und gegen fiese Gegner kämpft, eine fantastische Welt entdeckt oder in euch bisher unbekannte Länder dieser Welt reist, wir sind schon ganz gespannt, was ihr aus den Fragen macht, die wir euch stellen und wie viele Seiten wir alle zusammen bereisen. 

Anmelden könnt ihr euch per Kommentar unter meinem Post oder unter dem Ankündigungspost von Sanja. Morgen Nachmittag gibt es bei mir auf dem Blog dann auch einen Update Post, in dem ihr alle Teilnehmer findet, meinen Status sehen könnt und in dem meine Fragen für euch zu finden sind.

Daten


Wann? Samstag, 26.09.

Uhrzeit? 20:00 Uhr

Wer? Veranstaltet von Sanja von secrets of nobody und mir


Wir freuen uns auf euch und hoffen, dass viele mitmachen!



Jule♥

[Rezension] Royal: Ein Königreich aus Seide - Valentina Fast





Titel: Royal: Ein Königreich aus Seide
Autor: Valentina Fast
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 03.09.2015
Übersetzer: -
Format: eBook
Seiten: 224
Preis:  3.99€ (D) Kaufen? Amazon Verlag


Reihe: Ein Leben aus Glas || Ein Königreich aus Seide || Ein Schloss aus Alabaster || Eine Krone aus Stahl || Eine Hochzeit aus Brokat || Band 6








Die schönsten Mädchen des Landes, doch wer wird Prinzessin?


Die entscheidenden Tage des Wettbewerbs um die Gunst des unbekannten Prinzen haben begonnen. Tatyana und den anderen Mädchen wird die erste Aufgabe zugewiesen und sie erfordert nicht wenig Einfallsreichtum und Geschick. Gleichzeitig beginnen sich die vier möglichen Prinzen Abend für Abend mit jedem der Mädchen zu treffen. Die Spannung steigt. Mit wem wird wohl Tatyana ausgehen müssen? Und was, wenn er sie nicht mag? Doch dann passiert eines Nachts etwas, mit dem sie am wenigsten gerechnet hat… (Quelle: Verlag)


Ich versuche wie immer möglichst spoilerfrei zu schreiben und hoffe, dass es mir auch gelingt. Solltet ihr den ersten Band der Royal-Reihe noch nicht kennen, dann könnte sich hier aber der eine oder andere Minispoiler einschleichen.


Vom Auftakt der Royal Reihe war ich ja wirklich begeistert. Gestört hat mich nur, dass die Reihe wirklich in 6 Teile aufgeteilt wird. Aber jetzt, wo ich weiß, dass alle Teile wirklich Monat für Monat rauskommen bin ich wirklich ein bisschen erleichterter und muss nicht, wie bei anderen Trilogien zum Beispiel, lange auf die Fortsetzung warten. Leider hat aber auch Teil 2 mal wieder mittendrin aufgehört. Für mich ist und bleibt es schwer so urplötzlich aus einem Buch gerissen zu werden und dann erst mal abwarten zu müssen. Ich hoffe, dass die Enden in den nächsten Teilen ein bisschen entspannter sind.

Ansonsten konnte mich aber auch Ein Königreich aus Seide sehr überzeugen und hat mir sogar noch ein wenig besser gefallen als Teil 1, da ich sofort mitten in der Story war, es keinen schleppenden Anfang gab und mir alle Charaktere gleich wieder bekannt waren. Da die Handlung nahtlos weitergeht hatte man insgesamt einen sehr tollen Einstieg. Das übliche Kennenlernen und Zurechtkommen mit den Charakteren wurde einfach übersprungen und glücklicherweise ist auch niemand neues dazugekommen.

In Ein Königreich aus Seide lag der Fokus dann mehr auf den Problemen der Kandidatinnen untereinander, der ersten Aufgabe und natürlich auch in der Frage, wer der Prinz ist. Tanja konnte sich ja in Band 1 noch nicht so wirklich entscheiden, wer der Mann ihres Herzens ist. Auch in Band 2 ist sie noch nicht ganz entschlossen aber ihre Entscheidung festigt sich. Auch, wenn das ganz schon kompliziert ist. Und gleichzeitig formt sich im Kopf des Lesers eine Vermutung darüber, wer der Prinz ist. Zumindest war das bei mir so und ich kann euch versprechen, dass das alles noch mal spannender macht.


Neben den ganzen üblichen Problemen, die, wie auch schon in der Selection Reihe, mit einem Casting einhergehen, wird nun auch ein bisschen mehr Fokus auf den Aspekt der Dystopie gelegt. ZU dem kann ich euch leider auch nicht wirklich was sagen ohne das Buch selbst zu spoilern aber es scheint, als seien die Bewohner unter der Kuppel nicht die Einzigen, die überlebt haben. Und aus irgendeinem Grund will jemand, dass Tanja und die anderen nichts davon mitbekommen. Ich hoffe, dass dieser Aspekt nun ein wenig mehr beleuchtet wird. In Selection war dieser ja zweitrangig und das war auch nicht schlimm. Es war primär eine Liebesgeschichte. Damit sich Royal jedoch von Selection abheben kann, wünsche ich mir eine stärkere Fokussierung auf genau diese Problematik. Und genau das kann ich jetzt nur tun. Wünschen, bis Band 3 auf meinem Reader landet.



Ein Königreich aus Seide konnte mühelos an Ein Leben aus Glas anknüpfen und hat mich ebenso begeistert wie Band 1. Das Geschehen geht nahtlos weiter und verspricht leichten und trotzdem spannenden Lesespaß. Dafür bekommt die Fortsetzung von mir 5 von 5 Füchschen.



Vielen herzlichen Dank an Carlsen für das tolle *Rezensionsexemplar.




[Rezension] Dein eines, wildes, kostbares Leben - Jessi Kirby





Titel: Dein eines, wildes, kostbares Leben
Autor: Jessi Kirby
Verlag: Kosmos
Erscheinungsdatum: 05.06.2014
Übersetzer: Anja Herre
Format: Hardcover
Seiten: 604
Preis:  14.99€ (D) Kaufen?


Reihe: keine










„Sag mir, was hast du vor mit deinem einen, wilden und kostbaren Leben?“ Diese Frage stellt ein Englischlehrer seiner Abschlussklasse. Die Antworten darf jeder in ein Tagebuch schreiben, das danach eingesammelt und zehn Jahre unter Verschluss gehalten wird. 

Die 17-jährige Parker Frost weiß zumindest, was man von ihr erwartet: zum Medizinstudium nach Stanford. Am besten mit dem Stipendium, das zu Ehren von Julianna und Shane eingerichtet wurde, die vor zehn Jahren nach einem Autounfall verschwanden. Als Parker durch Zufall das Tagebuch von Julianna findet und darin liest, ist sie erschüttert. Denn deren Leben stellt sich plötzlich ganz anders dar. Was geschah damals, in der Nacht des Unfalls? Und ist es möglich, dass Julianna noch am Leben ist? Das Ergründen von Juliannas Geheimnis bedeutet für Parker letztlich eine Reise zu ihrem innersten Selbst und zu dem, was sie wirklich will. (Quelle: Verlag)



Der größte Fan von Contemporary Büchern bin ich ja wirklich nicht. Ich lese sie gerne, wenn sie mich überzeugen können mit einer ausgefallenen Idee oder einem wichtigen Thema. Die restlichen Contemporary Bücher tummeln sich jedoch wie Sandkörner an einem Strand. Was ich damit sagen will ist: Es gibt viel zu viele davon und alle sind irgendwie gleich. Als Dein eines, wildes, kostbares Leben für die Let’s Read Contemporary Gruppe ausgewählt wurde, war ich sehr gespannt. Denn wenn man den Klappentext liest, kann man auf den ersten Blick nicht sagen, ob es ein Jugendbuch der besonderen Art ist oder nur eines dieser unendlichen Sandkörner.

Schon nach den ersten Seiten war mir dann klar: Das ist ein Sandkorn. Es gibt viel Schönes an dem Buch. Naja. Zumindest einiges. Der Schreibstil war toll. Er war flüssig, nicht so anspruchslos und man konnte das Buch gut lesen ohne genervt zu sein. Zumindest was den Schreibstil betrifft. Die Kapitel waren angenehm lang und das Buch hatte genau die richtige Länge für die Geschichte dahinter. Auch die Idee fand ich in Grundzügen ganz toll und wurde dennoch für mich nicht ausreichend umgesetzt. Nach dem Klappentext hatte ich mir etwas anderes, irgendwie etwas glänzenderes erhofft.

Mein Unmut fing jedoch viel früher an. Genau an dem Punkt, an dem uns die Charaktere näher gebracht wurden. Und die sind nichts anderes, als die 0815-Verschnitte, die wir in jedem Sandkorn-Contemporary-Buch finden. Parker Frost ist das schüchterne und super intelligente Mädchen, was immer nach der Pfeife ihrer Eltern tanzt und keinen Spaß im Leben hat. Sie hält sich selbst für unscheinbar aber NATÜRLICH ist sie das gar nicht. Nein, sie ist wunderschön und ausgerechnet der beliebteste und am meisten umschwärmte Junge der Schule, Trevor Collins, steht total auf sie. Noch dazu ist der richtig nett und, das wundert euch jetzt sicher nicht, natürlich merkt Parker nicht, dass er auf sie steht. Und auch nicht, dass sie eigentlich auf ihn steht. Ach ja. Und dann gibt es noch Kat. Parkers beste Freundin. Die ist natürlich das komplette Gegenteil von Parker und ist lustig, hat tausend Ideen im Kopf und versucht Parker ständig davon zu überzeugen etwas anderes zu tun als das, was Eltern und Lehrer wollen. Damit das Klischee von einem typischen Contemporary Buch samt seinen Charakteren erfüllt wird fehlen natürlich noch Parkers Eltern. Von ihrem Dad hört man nicht viel. Er ist Schriftsteller und führt ein „Künstlerleben“ in New York. Wie ihr euch mittlerweile sicher auch denken könnt sind Parkers Eltern geschieden und ihre Mutter hält natürlich so gar nichts vom Leben ihres Vaters (wieso auch immer sie ihn geheiratet hat…) und will natürlich, dass Parker etwas anderes Macht. Und zwar Medizin studieren. Klar doch!


Die Umsetzung der grandiosen Idee war leider auch ein Reinfall. Geht es erst ziemlich langweilig und mit ständigen Wiederholungen darum, dass Parker a) die Rede für das Stipendium schreiben soll, damit sie auch Medizin studieren kann (ihre Mom) und b) endliuch mal ausbrechen soll aus dem braven Schulalltag (Kat), so geht es nach ca. einem Drittel irgendwie plötzlich gar nicht mehr um Parker sondern nur noch um Julianna  und Shane, zu deren Gedenken oben genanntes Stipendium eingerichtet wurde und die tragischerweise ums Leben gekommen sind. Parker versucht nachdem sie Juliannas Tagebuch gefunden hat, die Geschichte der beiden nachzuvollziehen und entdeckt dann die eine oder andere Unstimmigkeit. Das Ganze ist aber leider viel zu offensichtlich und endet darin, dass Parker endlich mal die Regeln bricht und sich auf die Suche nach Spuren zu Julianna und Shane macht. Wohlgemerkt an einem Schultag (Oh ja, Parker ist ein richtiges Bad Girl. Eine wahrhaftige Kick Ass Heldin). Dann endet alles in einer riesen Katastrophe, in der Parker denkt, sie hätte nun fürs Leben gelernt und Entscheidungen trifft, bei denen selbst die bösesten Schulmädchen fassungslos mit dem Kopf schütteln. Und das wars dann auch schon. Ich bin mir mittlerweile gar nicht mehr sicher, wieso ich dieses Buch überhaupt fertig gelesen habe. Hätte ich es nicht in der Gruppe gelesen, hätte ich es mit Sicherheit schon nach 30 Seiten abgebrochen. 




Ich gebe Dein eines, wildes, kostbares Leben 2,5 von 5 Füchschen. Zwei Sterne dafür, dass ich es nicht abgebrochen habe und einen halben dafür, dass der Schreibstil echt gut war und die Idee ganz nett, obwohl sie echt verhunzt wurde. Leider ist und bleibt dieses Buch jedoch ein 0815 Contemporary Roman mit Klischeecharakteren, einer Klischeehandlung und absolut dummen Entscheidungen seitens der Protagonistin. Eigentlich wollte ich die 2,5 dann auf 3 aufrunden, weil ich mir durchaus vorstellen kann, dass Contemporary Fans daran trotzdem ihren Spaß haben. Nun ist mir jedoch bewusst geworden, dass ich allerhöchstens den Hardcore-Contemporary-Lesern empfehlen würde weshalb ich das Buch auf 2 Füchschen abrunde.





Wieso ich Instagram momentan hasse... | Wie steht ihr zum Follower-Wahn?

Huhu ihr Lieben,

heute komme ich mal wieder mit einem ernsteren Thema zu euch, was viel Raum für Diskussionen lässt. Mir liegt momentan so viel auf dem Herzen und ich hatte wenig Zeit für solche Posts aber dieser ist mal wieder ein Anfang. 

Heute geht es um Instagram. Ihr alle kennt es, viele von euch nutzen es sicher auch. Egal ob über den Blog oder privat. Auch ich habe auf Instagram einen Account und viele von euch wissen, dass ich euch dort immer mit vielen Buchbildern auf dem laufenden halte. Für mich ist Instagram einfach eine riesige Inspirationsquelle.

In letzter Zeit kam jedoch sehr wenig von mir. Während es Zeiten gab, in denen ich jeden Zeiten Tag etwas gepostet habe, wird es momentan etwas weniger und ich poste vielleicht ein Mal pro Woche. Dieser Post liegt mir besonders am Herzen, weil ich euch zum einen erklären will, warum das so ist und andererseits möchte ich ein Problem ansprechen, welches ich im Bezug zu Instagram und anderen Social Media Kanälen erkannt habe.



Follower sind toll! Besonders über meine GFC Follower freue ich mich immer denn das bedeutet für mich, dass eine Person mehr meine Posts liest, sich für mich und meine Blogarbeit interessiert. Follower auf anderen Social Media Kanälen, allen voran Instagram werden mir jedoch immer verhasster und das senkt meine Lust auf das Posten von Bildern enorm.

Bekomme ich dort einen neuen Follower, klicke ich meistens sofort auf dessen Profil und sagt es mir zu, folge ich auch liebend gerne zurück. Leider ist mir in letzter Zeit immer häufiger aufgefallen, dass es viele, viele Leute gibt, die Instagram nicht wegen der Bilder und der Menschen dort nutzen sondern nur wegen der Zahlen.

F4F, S4S, Starthilfe. Das sind Kommentare, die ich nicht selten unter meine Bilder bekomme und die mch über alle Maßen ärgern. Wieso willst du mir folgen, wenn ich dir folge? Ich folge dir sehr gerne, wenn mir deine Bilder gefallen aber bitte, bitte, folge mir wegen MEINEN Bildern und nicht weil du dir davon einen Refollow versprichst.

Noch schlimmer sind die, die alle deine Bilder liken, 20 pro Sekunde am besten. Hast du dir meine Bilder überhaupt angeschaut? Likest sogar die Gewinnspiel Entrys, die nicht mal in meinen Account passen. Was erhoffst du dir davon? Dass ich auf dich aufmerksam werde?



Was mich aber mit am traurigsten macht sind die Dinge, die ich immer über InsTrack bemerke. Einer App, die dir einen Überblick darüber gibt, welche Bilder die meisten Likes haben aber auch, wer dir neu folgt bzw. entfolgt. Immer häufiger sehe ich, dass Account mir entfolgen, die erst vor wenigen Tagen angefangen haben mir zu folgen und deren Seiten mir einfach nicht zugesagt haben. Das lustige ist: Drückt man probeweise bei einem von ihnen auf Folgen, folgen sie dir innerhalb weniger Minuten zurück. Und wissen wahrscheinlich nicht mal, dass sie meinem Account erst vor wenigen Stunden entfolgt sind. So etwas macht mich sehr traurig und ich frage mich viel zu oft, was es überhaupt bringt viele Follower zu haben. Es ist nichts als eine Zahl, unwichtig für alle anderen Bereiche des Lebens. Aber auch ich frage mich, was es mir überhaupt bringt so enorm viel Zeit in meine Bilder zu stecken, wenn sie keiner richtig sieht.

Und genau das ist der Punkt, weshalb ich in letzter Zeit so inaktiv war. Und falls es hier tatsächlich jemanden gibt, der sich meine Bilder tatsächlich noch ansieht. Auch nur einen von 800 Followern: Es tut mir leid. Aber ich habe daran keinen Spaß mehr.




Das, was mir bei Instagram aufgefallen ist, beobachte ich auch tagtäglich auf anderen Socisl media Kanälen. "Ich brauche nur noch 2 Follower bis ich die Zahl xy erreicht habe. Folgt mir bitte!", lese ich des öfteren in Facebook Gruppen. "Wenn ich xy Facebook Follower erreicht habe gibt es ein Gewinnspiel. Also folgt mir!", ist auch nicht selten. Ich verstehe diesen Sinn nicht, der hinter diesem Follower Wahn steckt. Und es macht mich einfach nur traurig.

Wie seht ihr das? Erlebt ihr ähnliches, wie ich? Und wie beurteilt ihr das? Ich freue mich auf eure Kommentare!



Jule♥

P.S. Und falls ihr zu den wundervollen Menschen gehört, die Instagram auch wegen der Bilder nutzen, dann freue ich mich auf euch: @miss_foxy_reads