How to read more... | Die Kunst viele Bücher zu lesen

10/30/2015

Hallo Füchschen!

Oft höre ich in meinen Lesemonaten großes Lob. Ihr findet es toll, dass ich so viele Bücher "schaffe" und so meinen SUB immer ein wenig mehr abarbeiten kann. Naja, genug neue Bücher kommen ja Monat für Monat hinzu. Oft koppelt ihr das an die Frage, wie ich das alles nur immer schaffe. Ich studiere Vollzeit und arbeite nebenbei noch 15-20 Stunden in der Woche und so muss ich mir meine Zeit zum Lesen immer ganz genau einplanen. Wie ihr das gut schafft zeigt euch zum Beispiel Jasi, die vor einiger Zeit einen ähnlichen Beitrag auf ihrem Blog veröffentlicht hat. Hier gibt sie euch viele Tipps zum Schnell-Lesen und auch super Anweisungen für ein gutes Zeitmanagement. Die meisten Tipps kann ich so unterschreiben und werde sie hier auch nicht ein zweites Mal aufgreifen. Deshalb lohnt sich ein Besuch auf ihrem Blog definitiv!



Kommen wir nun aber zu meinen Tipps:

1. Nimm dein Buch mit!


Habe ich einen vollen Tag und bin von morgens bis abends unterwegs, falle ich abends einfach ins Bett und mache gar nichts mehr bis ich dann schließlich einschlafe. An Lesen vor dem zu Bett gehen ist also gar nicht zu denken. Trotzdem lese ich jeden Tag etwas. Und zwar einfach dadurch, dass ich mein Buch überall hin mitnehme. Man kann dadurch zwar nicht so schnell lesen, wie zu Hause, bei einer Fahrt in die Uni und zurück schaffe ich jedoch meistens 100 Seiten und das ist schon eine ganze Menge. Auch beim Arztbesuch, Terminen in der Schule oder Universität oder in der Pause auf der Arbeit kann man hin und wieder ein paar Seiten lesen. Also nimm dein Buch mit!

2. Das Seiten-Dilemma


Als ich mir neulich einen Lesemonat angeschaut habe, habe ich mich richtig erschrocken. Ich habe gefühlt sooo viel gelesen und letztendlich standen nicht viele Bücher auf meiner Liste. Beim Auswerten habe ich aber ganz schnell gemerkt: Du hast viel gelesen! Meine gelesenen Bücher waren zwar nicht viele, dafür aber sehr dicke. So kam ich mit weniger Büchern auf die gleiche Seitenanzahl im Monat. Deshalb merkt euch: Die gelesenen Bücher sind nicht alles. Letztendlich macht es doch keinen Unterschied ob man ein Buch mit 800 Seiten liest oder 4 Bücher mit je 200 Seiten. Hört auf in festen Größenordnungen zu denken und reduziert geschaffte Bücher auf Seitenanzahlen. Eure Motivation wird steigen und auch die dicken Schmöcker werden vom SUB geholt und verschlungen. 

3. Beuge Leseflauten vor!


Mit dem Druck viel zu lesen, sinkt meistens auch die Lust darauf. Was darauf folgt ist die berühmte Leseflaute. Deshalb gebe ich euch jetzt ein paar einfache Tipps, wie ihr eine Leseflaute vorbeugen und verbannen könnt:

  1. Lies was dir gefällt und mach dir keinen Druck. Rezensionsexemplare sind gut und schön aber sie sollten nicht mit Druck gelesen werden sondern Spaß machen.
  2. Das gleiche gilt für Ziele. Sei nicht so verbissen sondern lies um des Lesens willen. Habe Spaß und schau nicht immer auf die Statistiken. Am Ende bist du überrascht, wie viel du gelesen hast.
  3. Sollte die Leseflaute einmal da sein gibt es den großen Tipp: Andere Bücherwürmer. Ich habe meine Kücki und jeder von euch braucht eine Kücki. Für viele ist Kücki nur die Autorin von Kueckibooks. Für mich ist Kücki eine wandelnde Leseflautenvertreiberin. Wir haben den gleichen Geschmack und wenn einer von uns in einer Leseflaute steckt, dann hilft der andere ihm mit einer Buchempfehlung heraus, die er sofort lesen muss. Und was soll ich sagen? Es hilft! Sucht euch auch liebe Freunde oder Blogger, die den gleichen Lesegeschmack haben wie ihr und euch mit einem Geheimtipp wieder aus der Flaute heraushelfen. 

4. Mach Listen!


Ich persönlich habe gemerkt, dass ich mit Leseplanungen sehr gut zurecht komme. Ich packe alle Bücher drauf, die ich im nächsten Monat lesen will oder muss und die Bücher auf der Liste sind für mich Checkpunkte, die ich erfüllen mag. So habe ich noch einmal richtig viel Ansporn und freue mich immer, ein Buch durchstreichen zu können. Wichtig ist hierbei, dass ihr euch realistische Ziele setzt, um nicht enttäuscht zu werden. Denn das ist ganz sicher nicht Sinn der Sache. Fangt bei eurem derzeitigen Tempo an und scheut euch nicht, nach ein bis zwei Monaten eure Planung mal um ein kurzes Buch anzuheben. Wenn ihr viele dicke Bücher in eure Planung macht, macht es einfach ein bisschen langsamer. Aber vergesst nicht: der Spaß steht an erster Stelle also lest was ihr wollt. Auch wenn ein Buch mal nicht auf eurer Leseliste steht.

5. Tauscht euch aus!


Wenn ich mit bücherliebenden Freunden oder mit Bloggern über Bücher rede und auch, wenn ich einfach ein bisschen durch den Thalia stöbere überkommt mich immer das Lesefieber und ich habe eine ungebändigte Lust zu lesen. Der Austausch über Bücher und das Stöbern in ihnen weckt in uns Bücherwürmern oft das Gefühl, in eine andere Welt abtauchen zu können. Beschäftigt euch also in dieser Form mit Büchern und seid ihr dann erst einmal im Lesefieber, nutzt es auch und fangt an zu lesen. Denn in dieser Zeit fliegen die Seiten nur so dahin. 

6. Schneller lesen


Ich lese scheinbar schnell. Das höre ich in der Uni ziemlich oft. Okay. Kann sein. Und wusstet ihr, dass ihr eure Lesegeschwindigkeit durch gezieltes trainieren sogar verbessern könnt? Böse Zungen behaupten ja gerne, dass man dann nicht mehr viel vom Inhalt mitbekommt. Das ist völliger Schwachsinn. Schnell-Lese-Techniken sind an der Uni so verbreitet und gerne genutzt, dass es ziemlich dumm wäre, die wichtigen Fachtexte ungenau zu lesen. Ziel der Speed Reading Methode ist es einfach nur, mit euren Augen mehr zu erfassen und verarbeiten zu können. Und dafür gibt es viele Übungen. Hier findet ihr eine tolle Seite, die euch schnell alles wichtige erklärt und euch ein paar Übungen gibt. Wollt ihr noch ein bisschen weiter forschen, googlet einfach nach Speed Reading und scheut euch nicht, das einmal auszuprobieren. Denn was bei Fachtexten geht, geht bei Unterhaltungsliteratur umso besser und ihr lest in eurer freien Zeit ein bisschen mehr.


7. Nimm dir auch mal eine Auszeit!


Ein weiterer und somit auch letzter Tipp um viel zu lesen ist es, auch mal damit aufzuhören. Ihr kennt es sicher, seid ihr krank, habt ihr endlich Zeit mehr zu lesen. Die ersten Tage verschlingen wir Buch um Buch und können gar nicht genug bekommen. Das gleiche gilt für Ferien oder für Zeiten, in dem alles drum herum nicht sonderlich viel Zeit in Anspruch nimmt. Was darauf folgt, ist meistens eine sehr große Unlust, was das Lesen betrifft. Lasst es gar nicht so weit kommen. Lesen ist schön und kann auch sehr gerne unser größtes Hobby sein. Aber vergesst die Welt außen herum nicht. Unternehmt was mit Freunden, mit eurer Familie oder tut etwas, was ihr lange nicht getan habt. Ihr werdet sehen: Auszeiten erfrischen und ihr könnt sofort wieder mit neuem Elan ans Lesen gehen. 



Ich hoffe, meine Tipps konnten die von der lieben Jasi ein wenig ergänzen und ihr habt weitere wertvolle Wege kennengelernt eure Lesegeschwindigkeit zu steigern. Und wie ihr seht, gibt es einige gute Punkte, die beweisen, dass die Kunst schnell zu lesen niemandem in die Wiege gelegt wurde und alles nur eine Sache der Übung und der Einstellung ist. 


Jule♥

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2 Kommentare

  1. Ein schöner Beitrag von dir! Gerade immer das Buch mitnehmen kann je nach Gelegenheit dazu führen, dass man doch noch ein Stückchen vorwärts kommt. Mit den dicken Büchern hatte ich gerade diesen Monat, einmal 1000 Seiten, einmal 850. Macht 2 Bücher, könnten 4-5 sein.

    Aber letztendlich ist ja wichtig, dass es einem Spaß macht und dann ist es im Grunde nicht so wichtig, wie viele Bücher man jetzt im Monat gelesen hat. Hauptsache es waren auch Gute dabei :)

    Liebe Grüße
    Tina

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  2. Toller Beitrag! :) Ich höre auch oft, dass ich schnell lese, zum Beispiel wenn ich mir mit jemanden in der Schule ein Buch teile und viel eher fertig bin, als der andere. Mit dicken Büchern komme ich irgendwie nur schwer zurecht, ich weiß auch nicht, da brauch eich immer EWIG, obwohl ich von dünnen Büchern oft mehrere hintereinander lese :D
    In letzter Zeit habe ich total Lust zu lesen, aber kein Buch auf meinem SuB spricht mich an AAAAH!

    Aber wie viel man liest ist ja auch eigentlich unwichtig :)

    Liebst, Lara.

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