[Rezension] Soul Beach: Frostiges Paradies - Kate Harrison

4/10/2015






Titel: Soul Beach: Frostiges Paradies
Autor: Kate Harrison
Verlag: Loewe
Erscheinungsdatum: 17.06.2013
Format: Hardcover
Seiten: 352
Preis:  17.95€ (D) Kaufen?

Reihe: Frostiges Paradies | Schwarzer Sand | Salziger Tod




Meine Schwester ist tot. Seit vier Monaten und fünf Tagen. Ermordet. Heute habe ich eine E-Mail erhalten. Von ihr. Als Alice eine E-Mail von ihrer toten Schwester bekommt, hält sie das zunächst für einen schlechten Scherz. Dann folgt jedoch eine Einladung in die virtuelle Welt von Soul Beach, einem idyllischen Strandparadies, wo ihre Schwester Megan seit ihrer Ermordung festsitzt. Unter www.soulbeach.org entdeckt Alice eine völlig neue Welt abseits der Realität, die sie mehr und mehr in ihren Bann zieht. Doch wer steckt hinter Soul Beach und warum herrschen hier solch strenge Regeln? Warum wird der Strand nur von Jungen und Schönen bewohnt? Und warum sind sie alle tot? Wer hat Megan umgebracht? Und könnte Alice das nächste Opfer sein? Das Jenseits ist ein Strand und soziale Netzwerke wie Facebook gibt es auch für Tote. Kate Harrison erzählt eine Geschichte von Tod und Erlösung und macht daraus einen brandaktuellen Mystery-Thriller. (Quelle: Verlag)

Die Meinungen spalten sich zu diesem Buch. Von einigen habe ich gehört, ich müsste es unbedingt lesen, andere raten mir davon ab. Kurzerhand bin ich deshalb erst einmal in die Bücherei gegangen und habe mir den ersten Band erst einmal ausgeliehen. Aber das Buch ist auf jeden Fall ein echter Blickfang. Das Cover macht unglaublich viel her und die ganze Reihe zusammen sieht richtig toll aus. Noch dazu ist der Buchschnitt schwarz, was auch ein kleines Highlight beim Betrachten ist.


Am Anfang kam ich wirklich gar nicht gut ins Buch rein. Das lag zum einen an den für mich viel zu kurzen Kapiteln, die mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen haben, andererseits konnte ich mich auch schlecht mit Alice identifizieren. Ich kann mir nicht vorstellen meine Schwester zu verlieren und will es auch nicht. Deshalb ist es mir sehr schwer gefallen Nähe zu Alice aufzubauen und mit ihr mitzufühlen denn abgesehen von ihrer Schwester hat man von keiner anderen Stelle aus Zugang zu ihr. Mit Soul Beach kommt dann aber auch eine ganze Menge Spannung und man möchte auf der einen Seite mehr über den Ort erfahren, auf der anderen Seite wird aber auch Meggies Tod noch einmal aktuell gemacht und ich konnte in der Zeit ohne Soul Beach gespannt mit verfolgen, wie Alice in der Realität versucht den Tod ihrer Schwester aufzudecken.

Dennoch wurde mir Alice die gesamte Handlung über nicht wirklich sympathisch. Sie vernachlässigt vieles und das auf eine Art, mit der ich so gar nicht umgehen kann. Andere habe ich allerdings ins Herz geschlossen: Lewis, Danny, Triti… Noch dazu kommt der spannende Schreibstil der Autorin und die vielen ungelüfteten Geheimnisse Soul Beaches. Ich hatte zwar so meine Probleme damit mir vorzustellen, wie Alice zwar in ihrem Zimmer am PC sitzt aber gleichzeitig die Welt am Soul Beach hautnah fühlen und erleben kann, das habe ich allerdings während des Lesens eher verdrängt und letztendlich auch einfach so hingenommen.

Das Ende des Buches lässt uns ein bisschen unaufgeklärt zurück. Einige Sachen werden dem Leser zwar klar und er tappt nicht mehr komplett im Dunkeln, allerdings hat das Buch nicht wirklich eine abgeschlossene Handlung an sich und man hat am Ende viele ungeklärte Fragen und nur grobe Vorstellungen von bestimmten Dingen. Nicht anders geht es Alice aber auch und deshalb ist das schon ok. Mich konnte Soul Beach letztendlich überzeugen. Zu meinen Lieblingsreihen wird es zwar nie gehören, dennoch werde ich die Trilogie weiterlesen und mir eventuell auch zulegen.

Soul Beach bekommt von mir 4 von 5 Füchschen. Es ist ein guter Start der Trilogie der mich nicht in allen Punkten komplett überzeugen konnte. Allerdings ist er spannend, entführt den Leser in eine neue und geheimnisvolle Welt und schenkt ein paar Stunden kurzweilige Lesefreude.





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