[Rezension] Not that kind of girl - Lena Dunham

by - 3/15/2015





Titel: Not that kind of girl
Autor: Lena Dunham
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 02.10.2014
Format: Hardcover
Seiten: 306
Preis:  19.99€ (D) Kaufen?

Reihe: keine













Lena Dunham - vom ›Time Magazine‹ zur coolest person of the year gewählt Was tun als junge Frau von heute, die der ›Cosmopolitan‹ nicht mehr traut, keine Manolos trägt und erst recht keine Sehnsucht nach dem einen Prinzen hat? In ›Not That Kind of Girl‹ erzählt Lena Dunham, Erfinderin der TV-Serie ›GIRLS‹, hemmungslos persönlich von Kondomen in Zimmerpalmen, bequemen Baumwollunterhosen, rotem Lippenstift bei Sonnenbrand, Heulen im Büro und einem Leben, in dem Perfektion so was von gestern ist. Krisengeschüttelt, komisch, absolut im Jetzt: Dunham steht für eine neue Generation Frauen – und bringt deren Lebensgefühl auf den Punkt. (Quelle: lovelybooks.de)


Nachdem mich die wundervolle Mara auf das Buch aufmerksam gemacht hat, war ich erst ein bisschen abgeneigt. Das lag aber wohl eher daran, dass sie noch ein wenig zu jung für das Buch ist und ich als „große Schwester“ da natürlich aufpassen muss. Ich persönlich war nach einem kurzen Blick ins Inhaltsverzeichnis jedoch überzeugt und habe das Buch auf meine Wunschliste gesetzt und letztendlich zu Weihnachten bekommen.


Lena Dunham ist für mich persönlich eine Frau, die ich sehr bewundere. Sie ist stark und unabhängig. Sie macht ihr Ding, geht erfolgreich ihren Weg und orientiert sich wenig an Modeikonen und perfekten Maßen. Kurz gesagt: Sie ist die Sorte Frau, die wir alle uns wünschen zu sein. Oft fehlt es mir an Selbstvertrauen, oft vergleiche ich mich mit anderen und schneide gedanklich schlechter ab. Ich kann nicht gut Komplimente annehmen und gebe zu viel auf die Meinung anderer. Lena ist alles, was ich nicht bin, was ich aber persönlich sein will. Wer denkt, sie sei die perfekte Frau nach meiner kleinen Schwärmerei gerade, der irrt sich. Sie ist nicht perfekt aber macht Unperfektheit Menschen nicht gerade erst wundervoll?

Lena Dunham schreibt offen und ehrlich über Themen, die junge Frauen interessieren. Sie schreibt über Liebe, Sex, Freundschaft und den Beruf. Sie schreibt über ihre persönlichen Macken und lässt uns lachen, macht uns nachdenklich. Lenas Buch zu lesen ist wie einer guten Freundin zuzuhören. Sie hat mir Mut gemacht, mich über mich selbst nachdenken lassen. Außerdem hat Not That Kind Of Girl Unterhaltungswert. Und sind wir mal ehrlich, Biografien haben ihn auch nötig.

Aber wollt ihr wissen, was mich richtig gestört hat? Die Themen sind supersüß eingeteilt. Man liest Absätze über Freundschaft, man liest Absätze über die Arbeit. Was dabei aber völlig verloren geht ist die Chronologie. Sie wirft teilweise mit Namen um sich, die genauso schnell verschwinden, wie sie 10 Kapitel später in einem komplett anderen Zusammenhang wieder auftauchen. Ich finde das unchronologische in ihrem Buch ein Stück weit gut. Denn man erfährt immer am Stück über Dinge, die eine Frau ihr ganzes Leben lang begleiten. Aber ich glaube ein bisschen weniger Namen oder kleine Erinnerungen daran, wer noch einmal wer war, hätten dem Buch unglaublich gut getan.


Lena Dunham macht jungen Frauen Mut und vermittelt viel Nähe und ein unglaubliches Lebensgefühl. In ihrer Biografie kommt es nicht auf Daten, Abschlüsse und Diäten an. Sondern auf genau das: Das Leben mit all seinen Facetten. Lena schafft den perfekten Guide für alle die, die mehr im Leben wollen. Und auch die kleinen Kritikpunkte können diesem tollen und unglaublichen Buch nichts anhaben, sodass ich gerne 5 von 5 Füchschen vergebe.





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1 Kommentare

  1. Das Buch ist mir schon öfter über den Weg gelaufen, aber irgendwie habe ich noch keine Meinung dazu gelesen. Nach deiner positiven Rezension bin ich schon ein wenig am Überlegen. Sollte es irgendwann in meiner Bib verfügbar sein, gebe ich dem Buch vielleicht mal eine Chance.

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