[Kinderbuch Rezension] Das Vamperl - Renate Welsh

8/09/2014





Titel: Das Vamperl
Autor: Renate Welsh
Verlag: dtv junior
Erscheinungsdatum: 01.06.1982
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 112
Preis:  5,95€ (D)  Kaufen?

Reihe: Das Vamperl || Vamperl soll nicht alleine bleiben || Wiedersehen mit Vamperl






»Nein, das gibt's nicht!«, sagt Frau Lizzi, als sie einen winzigkleinen Vampir in ihrer Wohnung entdeckt. Nach dem ersten Schrecken beschließt sie das Vamperl mit der Flasche aufzuziehen - mit Milch versteht sich, nicht etwa mit Blut. So wächst der kleine Vampir heran und entwickelt ganz ungewöhnliche Eigenschaften: Wird nämlich ein Mensch zornig und böse, ist das Vamperl gleich zur Stelle. Es versetzt dem Wüterich einen Stich in die Galle und saugt das Gift aus ihr heraus! (Quelle: lovelybooks)


 Das Vamperl ist aufgeteilt in 11 Kapitel, die alle ca. 10 Seiten lang sind. Auf mindestens jeder zweiten Seite gibt es eine süße, handgezeichnete Illustration, die super zur Geschichte passt. Die Schrift ist groß und eignet sich sehr gut für Erstleser. Sehr süß finde ich außerdem, dass in der unteren Ecke auf jeder Seite ein kleiner Vamperl zu sehen ist, der fliegt, wenn die Seiten sehr schnell durchgeblättert werden. Der fliegende Vamperl war das Gestaltungshighlight bei den Kindern.



Ich habe das Buch gelesen, da ein Junge aus dem Hort mit mir die beiden anderen Teile lesen wollte. Schon länger hat er mir vom Vamperl vorgeschwärmt und durch die Hausaufgaben habe ich einen kleinen Einblick in Vamperls Welt bekommen. Auch beim Lesen wurde ich nicht enttäuscht und mir wurde klar, wieso Vamperl auch heute noch in Klassenzimmern zu finden ist. Leicht und lustig werden Frau Lizzis Abenteuer mit dem kleinen Vamperl beschrieben. Vamperl und Frau Lizzi werden sehr liebevoll dargestellt und man findet die alte Frau sofort sympathisch, die den Vamperl erst mal nicht nach dem beurteilt was er ist, ein Vampir, und dann auch später noch belohnt wird, als sie seine wahre Natur erkennt. Denn das Vamperl ist kein Blutsaugender Bösewicht sondern er saugt den Leuten das Gift aus der Galle und sorgt dafür, dass weniger gestritten wird und alle freundlicher miteinander umgehen. Dabei wird auch ganz versteckt die Botschaft vermittelt, wie viel leichter alles doch läuft, wenn wir uns mit allen gut verstehen und uns respektvoll unterhalten, was heutzutage eine sehr wichtige Tugend ist. Das kleine und süße Vamperl war der Kinderliebling des Buches. Interessanterweise wurde er von keinem der Kinder anfangs für böse gehalten. 


Das Vamperl verdient von mir nichts anderes als 5 von 5 Füchschen. Auch nach über 30 Jahren ist das Buch noch nicht aus deutschen Klassenzimmern verschwunden und noch sehr aktuell. Zu recht! Ein tolles Thema wird auf eine liebevolle Weise beschrieben.



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1 Kommentare

  1. Hey! :)
    Wow, ich find das echt süß. *-* Hab das Buch vor ein paar Jahren in der Volksschule gelesen und es so witzig gefunden. Jetzt liest es mein kleiner Bruder und dann finde ich deine Rezension hier, ist schon irgendwie lustig. :D

    Bezaubernde Grüße von Wortzauber

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