[Rezension] Verpissimo! Ein Sommer in Italien - Anna Gold

7/11/2014






Titel: Verpissimo! Ein Sommer in Italien
Autor: Anna Gold
Verlag: Mira Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 01.06.2014
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 300
Preis:  8,99€ (D)

Reihe: keine







„You no boyfriend?“ „Verpissimo!“ Italienische Sprachkenntnisse sind nur eine Frage der Einstellung Auswandern nach Italien! Nix hält Dana und ihre allerbeste Freundin Mel in Deutschland: Ihre Jobs sind ätzend, ihre Freunde (Käfer-Klaus und Mickey) betrügerisch beziehungsweise Muttersöhnchen. Kurzentschlossen investiert Mel in eine Villa im Piemont, die ihr der italienische Makler am Telefon ans Herz gelegt hat. Eine Frühstückspension ist angedacht. Nur: Der schrullige Vorbesitzer (Müll-Mastro, die Altlast) weigert sich auszuziehen. Zahlende Gäste kommen entweder gar nicht oder sind Rocker. Oder Grufties. Meer ist weniger, und was um alles in der Welt ist die Kottize Fischikale? Die Freundinnen sind mittendrin im dolce vita für Hartgesottene inklusive italienischer (Alb-)Traummänner … (Quelle: lovelybooks.de)


Schon direkt beim Lesen des Klappentextes hat mich Verpissimo sehr angesprochen. Obwohl ich normalerweise nicht so sehr Fan von Chick Lit-Büchern wie diesem bin und mein Geschmack wenn, dann doch eher in die Lauren Weisberger-Richtung geht war ich unglaublich gespannt auf dieses Buch, weshalb ich mich auch für die Leserunde beworben habe.

Ich erwartete eine lustige Geschichte mit vielen Pannen und Missverständnissen, eine ordentliche Portion Liebe und natürlich ganz viel Italien, bei dem natürlich die Klischees auch nicht fehlen dürfen. Das habe ich tatsächlich auch bekommen aber leider auf eine Weise, die ich überhaupt nicht mochte. Es gab viele lustige Momente, die aber leider an vielen Stellen viel zu viel waren. Oft hatte ich das Gefühl, dass wirklich sehr krampfhaft versucht wurde lustige Situationen zu erzeugen und es dann einfach nicht mehr realistisch und erst Recht nicht lustig war. Liebe gab es auch aber auch das war leider alles wieder viel zu übertrieben. Das reinste Männerchaos und wirklich keiner dieser Männer war auch nur annähernd normal. Generell muss ich sagen, dass mir dieses Übertreiben der einzelnen Personen am Anfang sehr gut gefallen hat. Besser wäre es aber gewesen, wenn man ein paar Personen übertrieben dargestellt hätte und den Rest normaler. Was Italien betrifft, so habe ich in dem Buch nur haufenweise Klischees finden können, die zwar auch sehr lustig waren aber mir haben an einem bestimmten Punkt auch mal die anderen Punkte gefehlt. Die Positiven, das Schöne an Italien.

Der Schreibstil war für mich eher so naja. Zum einen mochte ich den lustigen und umgangssprachlichen Stil sehr gerne, den man auch mal zwischendrin und auch mit vielen anderen Einflüssen nebenher mal sehr, sehr gut lesen kann. Trotzdem hat mich an dem Schreibstil auch wieder dieses erzwungen lustige genervt. Dadurch wurde er einfach ein bisschen verschlechtert. So gibt es zum Beispiel unzählig viele Einschübe durch Sätze in Klammern und die haben meinen Lesefluss deutlich gestört.

Leider bin ich auch mit den Charakteren nicht richtig warm geworden. Allen voran Mel und Dana, die ja sogesehen die beiden Hauptpersonen des Buches sind. Auch sie waren wie vieles andere auch nur wieder sehr übertrieben dargestellt und wurde so überhaupt nicht liebenswert, was dem Buch sicher gut getan hätte. Wir lesen das Buch eigentlich aus Danas Perspektive und ohne Dana so wirklich zu mögen war das schon sehr anstrengend, da man sich einfach nur über ihre Naivität wundern musste. So ist sie auch während des Erzählens ständig ins Unendliche abgeschweift und  das hat den Lesefluss auch nicht besonders verbessern können. Auch die anderen Charaktere, allen voran Mel, sind sehr übertrieben dargestellt und oft leider auch wieder sehr unrealistisch. So hat das hübsche Blondchen Mel sich ausgerechnet den Käfer-liebenden Klaus geangelt und ist seitdem auch in niemand anderen verliebt und die verrückte Kontradelle, Schwiegermutter von Dana, ist ja so verrückt von ihrem Sohn und von Mickey Maus, dass sie ihn kurzerhand Mickey genannt hat und Dana das Leben zur Hölle macht. Das sind zwar sehr lustige Ideen aber doch leider zu übertrieben für meinen Geschmack.



Leider kann ich Verpissimo! nur 2 von 5 Füchschen geben. Die Handlung war für mich leider zu überspitzt und obwohl ich die Idee und das Thema sehr gut und schön fand, war die Umsetzung leider zu schlecht.




Ein ganz großes Dankeschön geht an den Mira Taschenbuch-Verlag und an lovelybooks für die Bereitstellung der Bücher und die Durchführung der Leserunde!

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2 Kommentare

  1. Das Buch liegt auf meinem SuB und das hört sich ja gar nicht gut an!:((

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    1. Mir hat es wirklich nicht gut gefallen, Lena. Auch wenn ich die Idee wie oben schon gesagt mehr als toll fand. Aber vielleicht hast du ja eine ganz andere Meinung. :)

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